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Ostholstein Digitaler Rundgang durch die Lichterstadt
Lokales Ostholstein Digitaler Rundgang durch die Lichterstadt
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18:14 19.11.2018
Start des digitalen Rundgangs ist am Eutiner Rathaus. Quelle: Ulrike Benthien
Eutin

 Mit Eröffnung der Lichterstadt am 28. November wird es auch eine neuartige Erkundungstour durch die Eutiner Stadtgeschichte geben. Per Smartphone und QR-Codes können eine Reihe historischer Gebäude besucht werden, über deren Entstehung, Nutzung und Bewohner allerlei Informationen geliefert werden.

Start ist am Rathaus, wo der QR-Code ins Fenster oder an die Tür geklebt sein wird. Weiter geht es zum Bauamt, zum Kreishaus, zu Carl Maria von Webers Geburtshaus, zum Riemannhaus, zur Kreisbibliothek und zur Landesbibliothek, zum Schloss, zur alten Voß-Apotheke und zum Marktplatz. „Wer alle Stationen abgeklappert hat, erhält eine visuelle Belohnung“, sagt Martin Klehs, Geschäftsführer der Eutin GmbH.

Interaktiver Rundgang soll dauerhaft eingeführt werden

Michael Kasch, Fachdienstleiter Bildung und Kultur, hat für diese Idee der digitalen Stadttour den Kieler Informatiker Frank Bartels gewonnen. „Ein charmantes Projekt“, hatte der das Vorhaben bei einer ersten Vorstellung im Oktober vor Mitgliedern der Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) genannt, aber auch „ambitioniert“, weil das Zeitfenster für ihn knapp bemessen war. „Noch ist er dabei, zu programmieren“, berichtet Martin Klehs. 5000 Euro kostet die Erarbeitung dieses besonderen Stadtrundgangs. „Es ist ein tolles Thema für die Lichterstadt, aber wir möchten dauerhaft einen interaktiven Rundgang durch die Stadt etablieren“, sagt Klehs. „So können wir Leute vielleicht zu Orten führen, zu denen sie sonst nicht finden würden.“

Während die Stadt in den Vorjahren stets einen Zuschuss von 15 000 Euro an die WVE für das Projekt Lichterstadt gezahlt hat, ist die Summe in diesem Jahr erstmals in den Etat der Eutin GmbH geflossen. Sie beauftragt jetzt den Lübecker Lichtkünstler Stefan Teichmann, der seit 2002 mit seiner Firma „Tonkunst“ im Winter Farbe nach Eutin bringt, die Fassaden öffentlicher Gebäude mit Strahlern zu versehen und zu erleuchten. Um die Lichterstadt weiter aufzuwerten, sagt Martin Klehs, sei zusätzlich Gabriele Staarmann verpflichtet worden. Sie wird dafür sorgen, dass am Kirchturm von weither sichtbare Sterne prangen, dass an der Rathausfassade Sterne wandern und auch im Innenhof des Schlosses an den Mauern Sterne tanzen. In der Stadtbucht sollen bunte Installationen schwimmen, „ es war uns wichtig, sie einzubeziehen“, sagt Martins Klehs.

Bewährtes und Neues gibt es ab 28. November zur Weihnachtszeit in Eutin.

Das alles hat sich die Eutin GmbH etwas kosten lassen: Auf das Budget von 15 000 Euro seien 10 000 bis 15 000 Euro draufgelegt worden, räumt der Geschäftsführer ein. „Unser Ziel ist die touristische Weiterentwicklung, wir wollen uns von anderen abheben. Eutin war mit der Lichterstadt mal Vorreiter, aber andere haben längst nachgezogen. Deshalb müssen wir jetzt wieder etwas Neues bieten.“

Ulrike Benthien

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