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Ostholstein Zurück am Ruder: Gericht entscheidet pro Knoll
Lokales Ostholstein Zurück am Ruder: Gericht entscheidet pro Knoll
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20:19 03.05.2016
Per Gerichtsurteil wieder im Amt: Dieter Knoll, hier im Schöpfwerk in Dahme. * Quelle: hm

Dieter Knoll ist wieder Vorsteher des Wasser- und Bodenverbandes Oldenburg. Das Verwaltungsgericht Schleswig hat auf einen Eilantrag Knolls so entschieden. Die Beauftragung von Hans- Adolf Boie als Nachfolger wurde außer Kraft gesetzt. Das Gericht schreibt zu Knoll: „Er ist nach wie vor berechtigt, sein Amt als Verbandsvorsteher auszuüben.“ Knolls Anwalt verweist darauf, dass der Kreis nur dann Maßnahmen gegen den Wasserverband treffen könne, wenn dessen Organe rechtswidrig gehandelt haben — und dieser Nachweis stehe noch aus.

Knoll sieht darin die Bestätigung, dass das Land in der Beauftragungsschiene „rechtswidrig gehandelt habe“. Er beharrt: „Ich lasse mich nicht mit Vorwürfen über eine angeblich rechtswidrige Amtstätigkeit aus dem Amt drängen.“ Er hatte bei seiner Abberufung unter anderem moniert, dass ihm keine Gründe dafür genannt wurden.

Am 14. März hatte Landrat Reinhard Sager die Bestellung Knolls als Beauftragter für den Wasser- und Bodenverband mit sofortiger Wirkung widerrufen — und zwar nach Absprache mit der obersten Aufsichtsbehörde der Wasser- und Bodenverbände, dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume.

Das Gerichtsurteil vom 26. April sei laut Knoll daher eine „schallende Backpfeife sowohl fürs Land als auch für den Kreis Ostholstein“. Er wolle aber nicht zurückblicken und für den Verband, der ihm ans Herz gewachsen sei, weiter Verantwortung übernehmen. Bereits am Montag war er in der Geschäftsstelle. „Dort haben die Mitarbeiter etwas irritiert geschaut“, sagte Knoll. Er habe ihnen mitgeteilt, dass die Vergangenheit abgehakt sei. Gestern Abend sollte der Vorstand zusammenkommen. Knoll glaubt: „Die Mehrheit der 8500 Mitglieder unseres Verbandes steht hinter mir.“ Er habe in den vergangenen Wochen große Unterstützung erfahren.

Dass Land oder Kreis gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen werden, glaubt er nicht. „Sollte dies doch passieren, werde ich den Landrat fragen müssen, wie er mit dem Ehrenamt umgeht.“ Aber so weit sei es ja noch nicht.

In einer Stellungnahme des Kreises Ostholstein heißt es: „Unabhängig vom Urteil wird in einem anderen Zusammenhang weiterhin das Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft geführt. Weitere Auskünfte sind wegen des laufenden Verfahrens nicht möglich.“

pm

LN

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