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Ostholstein Zusammenspiel von Farben und göttlichen Skulpturen
Lokales Ostholstein Zusammenspiel von Farben und göttlichen Skulpturen
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21:25 29.09.2016
Nando Kallweit (l.) und Hubert Huster – mit kleineren „nordischen Göttinnen“ vor „Duo Blue“ und „Duo Red“ – schätzen die Kombinationen.

Leicht euphorisch ist Hubert Huster, Leiter der Ostsee-Galerie in Timmendorfer Strand, kurz vor Ausstellungseröffnungen immer – dieser Tage aber vielleicht noch einen Hauch mehr als sonst. Denn er präsentiert ab morgen gleich zwei Künstler, die ihn begeistern und deren Zusammenspiel ihn fasziniert.

In der Ostsee-Galerie in Timmendorfer Strand werden ab morgen Werke der Malerin Christine Löw und des Bildhauers Nando Kallweit gezeigt.

Morgen ab 11 Uhr

Die Vernissage zur Ausstellung mit Werken von Christine Löw und Nando Kallweit beginnt am morgigen Sonnabend um 11 Uhr in der Ostsee-Galerie in Timmendorfer Strand (Strandallee 85).

Die Künstler sind vor Ort. Die Ausstellung ist dann bis zum 22. Oktober zu sehen.

Da sind zum einen die Bilder von Christine Löw, die als freischaffende Malerin in Bayern lebt und arbeitet und eine Vertreterin der „konkreten Kunst“ ist: Ihre Acrylbilder bestehen aus farbenfrohen, geometrischen Elementen, aus Streifen und Flächen, vertikal, diagonal und horizontal. „Nichts soll mehr ablenken“, sagt die Künstlerin: „Alle Formen und Linien werden der Sinnlichkeit der Farbe untergeordnet.“ Dabei mische sie die Farbe aus Farbpigmenten und verschiedenen Bindemitteln, wodurch „feinste Nuancen“ möglich seien, so die Malerin.

Zum anderen sind zahlreiche Skulpturen von Nando Kallweit in der Galerie zu sehen. Der Bildhauer aus Mecklenburg-Vorpommern – der einst Bauingenieurwesen an der Fachhochschule Lübeck studierte – hat Werke aus Bronze und Holz mitgebracht, von kleinen Figuren, die auf einem Handteller Platz finden, bis zu 1,80 Meter hohen „nordischen Göttinnen“. Letztere sind aus Eiche, aus den Stämmen 100 Jahre alter Bäume, berichtet der Künstler, gebrannt und gebürstet und mit bronzenen Geweihen versehen. „Sie passen zum Herbst“, findet Kallweit. „Man kann sich vorstellen, durch den Wald zu gehen, und plötzlich tritt eine dieser Frauen aus dem Nebel.“

Andere Skulpturen zeigen Menschen „aus dem Leben gegriffen“, sitzend, hockend, kniend, liegend, und fast alle haben sie Namen: „Ninette“ und „Celia“, „Rianne“ und „Rina“. Die kleinen und mittleren Bronze-Skulpturen gießt Kallweit selbst, erzählt er, nachdem er sie mit Silikon-Umhüllungen abgeformt hat, „das ist eine tolle Arbeitsatmosphäre, wenn man mit der weißglühenden Bronze umgeht“. Nur die großen Werke lässt er gießen: „Für die braucht es einen Ofen mit einem Wahnsinnsvolumen.“ Einige Elemente sind auch vergoldet, etwa der Sonnenschein über den „Schwestern der Sonne“ oder das „genagelte Collier“ an der Holz-Statue „Esmee“. Kallweits Skulpturen sind „outdoorfest“, also auch als Kunst für den Garten geeignet, „auch und gerade für kleine Gärten“, betont er: „Dort können sie ihre Wirkung gut entfalten.“

Aber auch mit den Bildern von Christine Löw wirken die „Donne“ (Frauen), der „Ikarus“, die „Damen“ und „Wächter“ einmal mehr besonders. „Die Kombination mit der Geradlinigkeit von Christine Löws Werken macht einen besonderen Reiz aus“, findet Hubert Huster, der von den Acrylbildern fasziniert ist: „Je klarer ein Bild ist, desto schwieriger war es, daran zu arbeiten.“ Löw stellt zum ersten Mal in der Ostsee-Galerie aus, für Kallweit ist es das zweite Mal nach 2014. Wer sich von ihrem Zusammenwirken einen Eindruck verschaffen möchte, kann ab morgen in der Galerie die Gelegenheit dazu nutzen.

latz

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