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Ostholstein Zuschuss für St. Stephanus
Lokales Ostholstein Zuschuss für St. Stephanus
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20:23 29.12.2015
Beton und Fenster der Kirche werden saniert: Kur- und Urlauberseelsorger Helmut Michels. Quelle: Irene Burow

Weiterer Meilenstein für die St. Stephanuskirche in Dahme: Für die Sanierung ist ein Zuschuss von 20000 Euro durch das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken bewilligt worden. „Das ist für uns ein wichtiger Schritt“, sagt Rolf Husemann, Vorsitzender des Fördervereins der katholischen Kirchengemeinde St. Stephanus. „Wir werden uns verstärkt um weitere Spenden bemühen, um die umfangreiche Maßnahme durchführen zu können.“

Inzwischen hat der Architekt Klaus Dörnen aus Oldenburg in einer umfassenden Studie die notwendigen Arbeiten erfasst. Sie betreffen vorrangig die Betonsanierung, den Innenanstrich und die Sanierung der Glasfenster. „Diese sind seit den 70er Jahren in den Rahmen und haben erhebliche Schäden zwischen der Schutz- und Bleiverglasung sowie in der Rahmenkonstruktion“, erklärt Husemann. Die Fenster, von Theo M. Landmann aus Osnabrück angefertigt, sind wertvoller Bestandteil der Kirche und bilden in den Elementen Bezüge zum Wirken Christi auf dem See Genezareth. Für alle Sanierungsarbeiten, die 2016 beginnen sollen, will der Verein 100000 Euro sammeln. Im Juli waren bereits durch ein Benefizkonzert 1300 Euro zusammengekommen. „Wir möchten, dass der christliche Glaube in Deutschland eine Zukunft hat. Daher unterstützen wir Katholiken dort, wo sie in ihrem direkten Umfeld nur selten eine Glaubensgemeinschaft erleben“, so Heinz Paus, Präsident des Bonifatiuswerkes.

Der Tourismus ist im pastoralen Raum Ostsee-Holstein eines der wichtigsten Arbeitsfelder. Die Zahl der katholischen Urlauber übertrifft die hier gemeldeten Katholiken um ein Vielfaches. Die St.

Stephanus-Gemeinde möchte Urlaubern und Menschen aus anderen Ländern weiter kirchliche, kulturelle und bildende Veranstaltungen bieten. „Zurzeit finden syrische und armenische Christen, die als Flüchtlinge nach Dahme gekommen sind, eine neue Heimat und nehmen am Gemeindeleben teil“, gibt Husemann ein Bespiel.

Das Bonifatiuswerk unterstützt Katholiken dort, wo sie als Minderheit ihren Glauben leben. Gefördert werden Projekte in Deutschland, Nordeuropa und dem Baltikum wie der Bau von Kirchen und Gemeindezentren, die Kinder- und Jugendseelsorge und sozialkaritative Projekte. In Deutschland werden im kommenden Jahr 36 Bauprojekte mit 1,775 Millionen Euro gefördert, davon fließen 247000 Euro ins Erzbistum Hamburg.

„Wir bemühen uns um weitere Spenden.“
Rolf Husemann, Vorsitzender des Vereins

Irene Burow

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