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Ostholstein Zwei Bosauer Leichtathleten auf dem Weg nach oben
Lokales Ostholstein Zwei Bosauer Leichtathleten auf dem Weg nach oben
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22:10 26.03.2018
Die Leichtathletik-Talente des Bosauer SV: Jonas Langbehn und Alina Köster haben große Ziele.
Bosau/Malente

Neben der Verbesserung der persönlichen Bestmarke „auf sichere 3,60 Meter“ hat die 18-jährige Alina Köster allerdings ein noch wichtigeres Saisonziel. „Bald beginnen die Abiturprüfungen“, erzählt die Schülerin. Das Training werde in diesem Frühjahr daher ein bisschen kompakter ausfallen. Üblicherweise verbringe sie fünf bis sechs Tage pro Woche bis zu drei Stunden pro Einheit in der Halle und auf der Sprunganlage. „Für die Vorbereitung auf die Abschlussarbeiten werde ich auf ein, zwei Einheiten verzichten“, sagt Alina Köster nach vorne blickend.

Die Messlatte für Alina Köster liegt auf 3,60 Meter. Jonas Langbehn peilt 5,20 Meter an. Die beiden Stabhochspringer des Bosauer SV, die so hoch hinaus wollen, gehören zu den zehn talentierten Nachwuchssportlern, die 2018 von der Sparkassen-Stiftung und des Kreissportverbands Ostholstein gefördert werden.

Da ein Großteil ihrer anderen Hobbys aber auch meist sportlicher Natur seien, könne sie beispielsweise Kraft- und Koordinationstraining beim Ballspiel und die Beweglichkeit mit Turnübungen kompensieren. „Ein wichtiger Teil des Bewegungsablaufs ist ein Handstand am Stab“, erzählt Alina Köster. Genau dieses Zusammenspiel verschiedener Sportarten aus Sprint und Sprung, Kraft und Akrobatik mache für sie den Reiz des Stabhochsprungs aus. „Das macht und kann nicht jeder“, sagt die Ausnahmesportlerin lachend, die sich parallel zum Abitur für die Deutschen Jugend-Meisterschaften Ende Juli in Rostock qualifizieren will.

Die erforderliche Mindestleistung von 3,60 Meter, die sie im Training bereits überwunden habe, müsse dafür noch stabilisiert und in einem Wettkampf bestätigt werden. Um die notwendige Energie auf den Stab übertragen zu können, habe sie den Anlauf von zwölf auf 14 Schritte verlängert. Auch mit dieser eher theoretischen Seite ihres Sports beschäftigt sich Alina Köster gern und intensiv.

„Mein Lieblingsfach in der Schule ist Physik.“ Sofern sie das Abitur bestehe – „und davon gehe ich aus“ – wolle sie Robotik an der Lübecker Universität studieren und autonome Systeme entwickeln.

Das Ziel ist die Qualifikation für die Weltmeisterschaft

Auch Jonas Langbehn, der im Moment als Bundesfreiwilligendienstleistender beim Schleswig-Holsteinischen Leichtathletikverband beschäftigt ist, arbeitet sehr zielstrebig an seiner sportlichen und zugleich beruflichen Zukunft. Mit einer persönlichen Bestleistung von fünf Metern hat der 18-Jährige die Norm von 4,60 Metern für die Deutschen Jugend-Meisterschaften bereits locker erfüllt. Ziel ist ein Platz auf dem Treppchen und ein Sprung über 5,20 Meter, um sich sicher für die U20-Weltmeisterschaften in vier Monaten im finnischen Tampere zu qualifizieren. Der ehemalige Zehnkämpfer, der wie Alina im Bosauer SV von Übungsleiter Andreas Köster ausgebildet wurde, trainiert mittlerweile unter professionellen Bedingungen mit dem Leitenden Landestrainer Hinrich Brockmann.

Langbehns neues großes Hobby ist das Wellenreiten und damit verbunden das Reisen an Küsten mit Stränden und entsprechender Brandung. „Ich war jetzt in Chile, das war sehr schön“, sagt Langbehn rückblickend über den gerade beendeten Urlaub. Außerhalb der Trainingsanlagen trifft er sich gerne mit Freunden zum gemütlichen Abhängen, gerne auch mal an einem Sommerabend nach einer gemeinsamen Radtour rund um den Plöner See am Bosauer Strand zum Beach-Volleyball.

Traum von den

Olympischen Spielen

Diese vielen Hobbys will Langbehn mit dem Studium der Sportwissenschaften auch zu seinem Beruf machen. „Ich will mal sehen, was der Sport mir noch so bringt“, sagt er und schaut hoffnungsfroh in die Zukunft. Das Größte wäre natürlich eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo oder 2024 in Paris. „Aber das ist noch sehr weit weg“, sagt Langbehn. Dann sprintet er im Geschirr gegen den Widerstand des Trainers barfuß auf einer weichen Matte durch die Halle, um seine Anlaufgeschwindigkeit zu steigern und dadurch langfristig Sprungkraft und -höhe zu verbessern.

Von Dirk Schneider

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