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Ostholstein Zwischen Lensahn und Neustadt: A1 bis 24. November nur einspurig befahrbar
Lokales Ostholstein Zwischen Lensahn und Neustadt: A1 bis 24. November nur einspurig befahrbar
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11:24 11.09.2017
Im Bereich Schlamin wird die südliche Fahrbahn (r.) ab Montag gesperrt, der Verkehr wird je einspurig über die Nordfahrbahn abgewickelt.
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Neustadt

Von Montag, 11. September, bis Donnerstag, 14. September, wird die Verkehrsführung hierfür eingerichtet. Im Zuge dessen kommt es jeweils von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens an diesen Tagen zur Vollsperrung der A 1 in diesem Bereich. Während der Bauarbeiten wird außerdem die Abfahrt Neustadt/Pelzerhaken gesperrt. Wer aus nördlicher Richtung kommend nach Pelzerhaken oder Grömitz fahren möchte, wird bereits an der Anschlussstelle Lensahn von der A 1 abgeleitet. Umleitungen über die U 91 und U 93 sind ausgeschildert. Die Aufbrucharbeiten auf der Süd-Fahrbahn beginnen am Montag, 18. September. Beauftragt wurde hierfür die Firma Bickhardt Bau aus Thüringen. Ansprechpartner ist der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Kiel.

Von Lensahn nach Neustadt einspuriger Verkehr bis 24. November.

„Auf der A 1 kann es Probleme geben, wenn der Verkehr einspurig rollt.Hartmut Junge

Feuerwehrsprecher

Feuerwehrsprecher Hartmut Junge aus Lensahn sagt zu den möglichen Auswirkungen der Maßnahme für Rettungskräfte: „Auf der A 1 wird es problematisch, wenn nachts der Verkehr einspurig rollt.“ Im Notfall müssten dann zwei Feuerwehren parallel von Nord und Süd, also aus Lensahn und Neustadt, alarmiert werden, um ein Eingreifen garantieren zu können. Junge: „Es kann ja immer passieren, dass eine Spur verstopft ist und ein Fahrzeug nicht durchkommt.“ Schwieriger sei es da für Krankenwagen, bei einem Unfall auf der einspurigen Fahrbahn zum Unfallort zu kommen. Junge: „Es gibt im Kreis nur sehr wenige Krankenwagen, da können nicht zwei losfahren, um einen Notfall zu versorgen.“ Die Verkehrsumleitung während der nächtlichen Vollsperrung auf Landstraßen sei dagegen eher unproblematisch. In der Regel würde der Verkehr dort rollen, zumal die Ferienzeit vorbei sei.

Betroffen sein wird von der Baustelle auch der Tourismus. Schlechter zu erreichen sind für den Bauzeitraum aus nördlicher Richtung kommend besonders Orte wie Grömitz und Neustadt/Pelzerhaken. Die Auswirkungen möchte Tourismusleiterin Janina Kononov in Grömitz aber nicht zu hoch hängen. „Wir können es nicht ändern, zumal wir seit Jahren Baustellen auf der A 1 haben.“ Der Gast sei daran mittlerweile gewöhnt. Die Auswirkungen der Baustelle treffen aber nicht nur Pelzerhaken und Grömitz. Aus südlicher Richtung rollt der Verkehr in Richtung Norden – und damit nach Weissenhäuser Strand, Heiligenhafen und Fehmarn – bis 24. November nur einspurig. Wochenendbesucher wie auch Herbstferien-Urlauber müssen dann durch die Baustelle.

Fehmarns Tourismus-Direktor Oliver Behncke sagt dazu: „Die Summe der Baustellen nervt die Gäste.“ Es ginge ja in Hamburg los, dann in Bad Schwartau weiter. Dennoch begrüße Behncke die verbesserte Infrastruktur für die kommenden Jahre. Es sei auch verständlich, diese Maßnahme vor der Frostperiode im Herbst oder Winter durchzuführen. Er gehe optimistisch davon aus, dass der Gast dennoch nach Fehmarn käme, wenn er dies denn wolle.

Ostholstein ist ein Kreis der Baustellen. Zum einen, weil viele Tourismusorte ihre Ferien-Infrastruktur bereits modernisiert haben, es gerade tun oder planen. Das wird auch so bleiben, denn feste Fehmarnbeltquerung, Sundquerung, Schienenanbindung sowie 380-kV-Starkstromtrasse sind alles Projekte, die bald beginnen sollen.

 Peter Mantik

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