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Ostholstein Zwölf Bahnhofsgebäude im Norden stehen zum Verkauf
Lokales Ostholstein Zwölf Bahnhofsgebäude im Norden stehen zum Verkauf
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07:30 08.03.2012
Wird nicht mehr gebraucht: Der Bahnhof in Neustadt soll demnächst verkauft werden.
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Schleswig-Holstein

Die Zeit ist vorbei: Die Deutsche Bahn stößt immer mehr ihrer Empfangsgebäude ab, die auf den Bahnhöfen zwischen Flensburg und Füssen stehen und oft zwischen 80 und 100 Jahre alt sind. 1300 davon gehören ihr noch, und davon will sie bis 2016 insgesamt 612 verkaufen. In Schleswig-Holstein betrifft dies zwölf von derzeit noch 38 Gebäuden in ihrem Eigentum.

Auf der Liste, die die Bahn gestern in Kiel vorlegte, stehen unter anderem der denkmalgeschützte Bahnhof von Eutin, der Bahnhof in Bargteheide sowie die Bahnhöfe in Neustadt/Holstein, Bad Schwartau und Schwarzenbek. Erste Ansprechpartner für einen Erwerb und eine Nachnutzung seien jetzt die Kommunen. In Eutin zum Beispiel werde es in Kürze erste Gespräche geben. In Bad Schwartau gebe es auch erste Kontakte mit privaten Investoren. In Neustadt habe ein erster Besichtigungstermin stattgefunden, hieß es. Sollten sich bis Herbst keine Interessenten finden, kommen die alten Bahnhofsgebäude in einer Auktion unter den Hammer. Damit erschließe man neue Käuferkreise, heißt es bei der Bahn.

Beispiele für vielfältige Nachnutzungen gibt es in Deutschland bereits. So werden alte Bahnhofsgebäude unter anderem als Standesamt oder Restaurant genutzt, aber auch von Modellbau-Vereinen oder für Büros, als Kulturtreffpunkt mit Bibliothek, als Museum und einige sogar als Wohnhäuser. In Schleswig-Holstein hat die Bahn seit 2003 schon 15 Gebäude abgestoßen. Dazu gehörten Bordesholm, St. Peter-Ording oder Plön, wo jetzt die Tourismuszentrale ihren Platz hat. Die Erlöse schwanken bei solchen Verkäufen laut Bahn zwischen 10 000 und einer Million Euro.

Nach den Verkäufen in den vergangenen Jahren wurden die Gebäude zumeist umgebaut und modernisiert, Abriss und Neubau waren die Ausnahme. Nach Angaben von Neustadts Bürgermeister Henning Reimann (parteilos) habe es „vor sieben, acht Jahren schon einmal so eine Welle gegeben und die Bahn wollte Gebäude verkaufen“. Derzeit befinde sich die Stadt in Verkaufsverhandlungen über den Bahnhof, bestätigte Reimann.

An den größeren Bahnhöfen im Norden wie in Kiel und Lübeck will die Bahn AG in jedem Fall auch in der Zukunft festhalten, an denen in Flensburg, Westerland, Niebüll, Elmshorn, Pinneberg oder Itzehoe ebenfalls. „Die betreiben wir auch zukünftig“, versicherte DB-Regionalchef Friedemann Keßler.

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