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Ostholstein Zwölf Schiffe, 100 Mann: Seenotretter üben vor Neustadt
Lokales Ostholstein Zwölf Schiffe, 100 Mann: Seenotretter üben vor Neustadt
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20:54 15.09.2017
Ein Seenotretter hält auf dem oberen Fahrstand der „Vormann Jantzen“ Ausschau nach Havaristen; im Hintergrund ist die „Bremen“. Quelle: Dgzrs, Billhardt
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Neustadt

In den frühen Morgenstunden haben die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gestern gemeinsam mit der Bundespolizei und der Wasserschutzpolizei nach Überlebenden eines abgestürzten Kleinflugzeuges gesucht. Am Nachmittag wurde in der Neustädter Bucht eine Segelyacht als überfällig gemeldet – erneut fuhren die Seenotretter raus auf die Ostsee. Beide Einsätze gehörten zur „SAREx Neustadt 2017“. SAREx steht für „Search and Rescue Exercise“, also Such- und Rettungsübung.

Rettungskreuzer und -boote, ein Küstenstreifenboot der Bundespolizei, ein Mehrzweckarbeitsboot des THW, das Küstenboot der Wasserschutzpolizei, ein Küstenmotorschiff und eine Pinasse – mit ihnen und etwa 100 Menschen wird in der Neustädter Bucht für den Ernstfall auf See geübt.

Heute geht es am zweiten Tag für die Seenotretter weiter. Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen bei dieser groß

angelegten Übung, deren Ausrichter die DGzRS ist. Die genauen Szenarien werden den beteiligten Rettungseinheiten immer erst mit der Alarmierung mitgeteilt, um eine möglichst realistische Situation zu erzeugen. Insgesamt nehmen rund 100 Menschen an der „SAREx Neustadt 2017“ teil.

Mit dabei sind seitens der DGzRS zwei Seenotrettungskreuzer (die „Vormann Jantzen“ ohne feste Station und die „Bremen“ von der Station Großenbrode). Außerdem sind vier Seenotrettungsboote dabei: die „Otto Behr“/Station Wilhelmshaven, die „Hans Ingwersen“/Station Travemünde, die „Henrich Wuppesahl“/Station Neustadt und die „Heiligenhafen“ aus der Warderstadt. Hinzu kommen das Küstenstreifenboot „Rhön 2“ der Bundespolizei, ein kleines Mehrzweckarbeitsboot aus dem Ortsverband Hamburg-Eimsbüttel des Technischen Hilfswerks und das Küstenboot „Fehmarn“ der Wasserschutzpolizei Heiligenhafen. Das Küstenmotorschiff „Tina“ und die Pinasse „Wieksberg“ der DGzRS-Ausbildungsstation Neustadt dienen im Rahmen der Übung als Havaristen.

Echt wirkende Schiffbrüchige stellt die Gruppe RUND (realistische Unfall- und Notfalldarstellung). Das DRK Neustadt ist Teil der Übung und übernimmt die Annahme der Verletzten an Land. Ein besonderer Dank der Seenotretter geht an die Deutsche Marine, die für die Übung die Liegeplätze mit Versorgung, einen Teil der Unterkünfte für die Teilnehmer und Veranstaltungsräume auf dem Neustädter Wieksberg bereitstellt.

 lg

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