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Segeberg 106 Silvesterläufer trotzten dem Matsch
Lokales Segeberg 106 Silvesterläufer trotzten dem Matsch
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21:36 02.01.2018
106 Läufer drehten am Sonntag während des Silvesterlaufs des Ruderclubs ihre Runde um den Segeberger See. Quelle: Foto: Petra Dreu
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Bad Segeberg

Der mittlerweile 18. Silvesterlauf ist längst zu einer Tradition unter den Läufern der Kalkbergstadt geworden, zu der stets eine Silvesterrakete den „Startschuss“ gibt. Bürgervorsteherin Ingrid Altner musste am Sonnabend diese Aufgabe ihrem Ehegatten übertragen. „Sie ist kurz vor Weihnachten gestürzt, war sogar fünf Tage in der Klinik“, verriet Dr. Ulrich Altner, der diese eher ungewöhnliche Aufgabe ebenso gut meisterte wie sonst seine Frau.

Die 106 Läufer und ein Berner Sennenhund machten sich auf den Weg, der nach den vielen Regenfällen der vergangenen Tage nicht überall im besten Zustand war. Entsprechend sahen die Läufer aus, von denen Lukas Weidinger (18) aus Weede, Mitglied des Ruderclubs und Laufpartner von Claudius Michalak, nach 27:25 Minuten als Erster wieder am Vereinsheim angelangt war.

Zweiter wurde mit 28:44 Minuten der 27-jährige Segeberger Jan-Eric Bostelmann-Arp. Obwohl weniger als 30 Minuten zwischen Start und Ziel lagen, hatte die Strecke deutliche Spuren an den Läufern hinterlassen. Schuhe, Beine und das gesamte Läuferoutfit strotzten vor Dreck. Sogar bis in die Haarspitzen hatte sich der Matsch verteilt.

Dennoch, die Läufer, von denen der SC Rönnau die größte Gruppe stellte, waren mit sich und der Welt zufrieden, als sie nach und nach wieder am Vereinsheim ankamen. Seit Jahren lässt sich Basses-Blatt-Geschäftsführer Nils Oumar den Silvesterlauf nicht entgegen – und das aus gutem Grund. „Der Lauf ist mein eigenes Geburtstagsgeschenk an mich“, erzählt der drahtige Läufer, der an diesem Tag seinen 47. Geburtstag feierte.

Der Silvesterlauf, für den diesmal die Bäckerei Gräper jede Menge Berliner gespendet hatte, ist eine wichtige Einnahmequelle für den Club, der kein Startgeld erhebt, sondern bei dem die Läufer gegen eine Spende mitmachen können. Der Club hatte sich 1926 vom Bootsverein abgespalten. Nach einer längeren Pause haben die Ruderer ihre Aktivitäten 1974 wieder aufleben lassen. 1976 konnten sie das jetzige Vereinsheim beziehen. Decken, Wände, Elektrik und Beleuchtung sind bereits erneuert worden. Jetzt fehlen noch die Heizkörper sowie neue Tische und Stühle, für die Vorstandsfrau Dagmar Mortzfeld von 12000 Euro Investitionskosten ausgeht.

 pd

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