Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg 112 Grundstücke: Ein neuer Stadtteil für Wahlstedt
Lokales Segeberg 112 Grundstücke: Ein neuer Stadtteil für Wahlstedt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:43 29.06.2017
Die Erschließung läuft, nun werden die 65 Grundstücke des ersten Bauabschnitts vermarktet: Horst Seebauer, Egon Schink (beide Geschäftsführer der Bauland), Wahlstedts Bürgermeister Matthias Bonse, Felix Hippler sowie Ingenieur Andree Sell-Begemann (v. l.). Quelle: Heike Hiltrop
Wahlstedt

112 Grundstücke sollen in den kommenden zwei Jahren vermarktet werden. Die Nachfrage ist groß. „Nur die Papageiensiedlung aus den 60er Jahren dürfte eine ähnliche Größe haben“, schätzt Wahlstedts Bürgermeister Matthias Bonse. Am Mittwoch besuchte er die Baustelle. Zwar werde statistisch im Schnitt mit 2,5 Bewohnern pro Grundstück gerechnet, da aber vor allem junge Familien starkes Interesse zeigten, rechne er mit drei bis vier Personen pro Haus, sagt der Verwaltungschef. Das wiederum würde bedeuten, dass die Stadt von derzeit knapp 9500 wieder auf fast 10000 Einwohner wachsen könnte. Zumal auch das Baugebiet Glödekoppel vor der Bebauungsphase steht (die LN berichteten).

Soweit ist es auf dem Gelände am östlichen Stadtrand noch nicht. Der Zeitplan sieht eine Roherschließung bis zum 30. September vor.

Ursprünglich war geplant das Gebiet in drei Bauabschnitt einzuteilen und innerhalb von vier Jahren sukzessive zu vermarkten.

Die Grundstücke sind zwischen 600 und 1200 Quadratmeter groß, die Preise liegen zwischen 95 und 120 Euro pro Quadratmeter. Zudem werden alle Parzellen an das Glasfasernetz angeschlossen. „Die Nachfrage ist sehr stark. Wir haben bereits 30 Grundstücke so gut wie verkauft“, frohlockt Mitgeschäftsführer Egon Schink von der Bauland Schleswig-Holstein Beteiligungs GmbH. Die in Bad Bramstedt ansässige Gesellschaft gehört zum genossenschaftlichen Finanzverbund.

So sind aus den ursprünglich geplanten vier nun zwei Bauabschnitte geworden. Im ersten Schritt sollen 65 Baugrundstücke erschlossen werden, der zweite umfasst 47. Sollte sich die große Nachfrage, auch von Interessenten aus dem Randbereich Hamburgs, weiter so gut halten, dann werde es keine signifikante Unterbrechung geben.

Die Knicks plus 275 Meter neue Wallhecke um die einstigen Ackerflächen bleiben öffentliches Eigentum, deren Pflege in der Hand der Kommune liegt. „Der bestmögliche Kompromiss, den wir finden konnten“, sind sich Verwaltungschef und Vertreter der Bauland GmbH einig. So könne eine Zerstörung der geschützten Wallhecken, wie sie beispielsweise in großen Teilen an der Greve-Koppel im Westen der Stadt geschah, verhindert werden.

Erschlossen wird der neue Stadtteil durch eine einen Kilometer lange Ringstraße mit 16 Stichstraßen. Spätestens am 17. Juli in der Stadtvertretersitzung wird sich zeigen, welchen Namen das Gebiet mit dem Arbeitstitel „Tütenmoor III“ endgültig bekommt. Im Rennen für die Zuwegung sind „Kiebitz-Ring“ oder „Eichelhäher-Ring“.

Heike Hiltrop

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!