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Segeberg 1920 bis heute: Bad Segeberg von oben
Lokales Segeberg 1920 bis heute: Bad Segeberg von oben
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09:17 08.03.2016
Bad Segeberg zum Schleswig-Holstein-Tag 2002. 100 Luftaufnahmen zeigen die Kreisstadt heute. . .

600 Meter über Bad Segeberg. Vor drei Jahren zeigten Segelflieger Karsten Wilkening und LN-Redakteur Wolfgang Glombik im Rathaus ungewohnte Perspektiven der Kreisstadt. Und inspirierten die Heimatforscher Peter Zastrow und Hans-Werner Baurycza zu einer neuen Ausstellung an gleicher Stelle: „Bad Segeberg von oben — zwischen 1920 und heute“. Auf 30 Bildtafeln werden 100 Luftbilder aus fast 100 Jahren Stadtgeschichte gezeigt.

600 Meter über Bad Segeberg. Vor drei Jahren zeigten Segelflieger Karsten Wilkening und LN-Redakteur Wolfgang Glombik im Rathaus ungewohnte Perspektiven der Kreisstadt.

„Es gibt so viele Luftaufnahmen von Bad Segeberg“, sagte Zastrow gestern zur Eröffnung der Ausstellung, die noch bis zum 23. April (Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr, Donnerstag 14 bis 18 Uhr) zu sehen ist. Hauptsächlich stammen sie von Postkarten. Dass jemand privat mit einem Flugzeug über die Stadt fliegt, um Bilder zu machen — wie es Glombik und Wilkening in den vergangenen Jahren regelmäßig taten — war lange undenkbar.

Die älteste Aufnahme ist von 1920. Sie zeigt den Großen Segeberger See. Die Hamburger Straße im Vordergrund ist kaum bebaut, stattdessen ist ein riesiger Park zu sehen, der ursprünglich einmal komplett durchzogen sein sollte von der Parkstraße, erklärt Zastrow. Bad Segeberger wissen: Die Parkstraße ist eine Stichstraße, die am Landratspark endet. Denn der damalige Landrat Gustav Ilsemann (1901-1928) hatte etwas gegen den Plan, eine Durchgangsstraße zu bauen.

100 Jahre Bad Segeberger Luftaufnahmen zeugen vor allem von Veränderungen. Scheinbar ständig wurde gebaut. Die sogenannten ERP- Blöcke in der Südstadt etwa. 200 Wohnungen entstanden ab 1950 buchstäblich auf Ackerland. Genau wie die Theodor-Storm-Straße. Anderes verschwand: die Margarinefabrik, die Gasanstalt. . .

Nach Themen werden die Fotos präsentiert: Südstadt, das Kurhaus und was heute dort steht, Marienkirche, Ihlsee, das Gelände von Möbel Kraft, der Marktplatz und der Kalkberg. Auf einem Foto von 1925 ist der Gipsabbau noch in vollem Gange. Schon 1938 ist an gleicher Stelle das Freilichttheater entstanden. Selbst 1959 „noch ganz bescheiden“, so Zastrow. Ohne Kulissen. Obwohl die Karl-May-Spiele bereits seit acht Jahren laufen. Zwischen den alten Bildern hängen aktuellere Aufnahmen von Glombik und Wilkening aus den 2000er Jahren. Vom bunten Treiben zum Schleswig-Holstein-Tag 2002 etwa. Auch diese Aufnahme ist bereits ein Dokument der Veränderung: Der Marienhof wurde zwischenzeitlich gebaut.

Ein Lichtbildvortrag mit vielen Erklärungen hält Zastrow am Mittwoch, 23. März, 19.30 Uhr im Bürgersaal.

Von nam

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