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Segeberg 30 Jahre Wohngruppe Högersdorf: „Wir leben Inklusion“
Lokales Segeberg 30 Jahre Wohngruppe Högersdorf: „Wir leben Inklusion“
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20:19 27.08.2016

Mit drei zu betreuenden Menschen mit Behinderungen hat die Wohngruppe Högersdorf vor über 30 Jahren angefangen. Der alte Resthof im Dorfmittelpunkt wurde um- und ausgebaut, ein Haus für betreutes Wohnen und weitere Wohnhäuser errichtet. Eine eigene Wärmekraftkopplung liefert den Strom für die acht Gebäude, überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist.

Geschäftsführer Ulrich Jordan (l.) und Frank Kunde. Quelle: Domann

Aus dem Wohnen für Menschen mit Behinderungen ist ein offenes Wohnprojekt geworden. Behinderte, Mitarbeiter und Menschen, die das Ambiente des Resthofes und die Projektidee lieben, wohnen und gestalten ihr Leben gemeinsam.

„Wir leben den Begriff Inklusion“, sagt Gründer und Mitgeschäftsführer Ulrich Jordan und erklärt: Zum einen nähmen die Menschen mit Behinderungen Teil am Gemeinschaftsleben, zum anderen seien sie durch die Gemeinschaft geschützt. „Wir sind halb öffentlich, unsere große Diele wird von Tanzgruppen, der Big Band und nun auch einer Demenzgruppe genutzt“, sagt Geschäftsführer Frank Kunde. Gerade wird ein Raum im Hauptgebäude zu einem Treffpunkt für alle umgebaut. Sich auf einen Kaffee treffen, plaudern mit den Nachbarn, vieles ist möglich.

Etwa 35 Menschen leben derzeit in dem Wohnprojekt, das gerne wachsen möchte. Platz dafür ist vorhanden, eine Koppel von etwa 7000 Quadratmetern gehört zur Einrichtung. Die Familie einer Mitarbeiterin hat sich vergrößert, da sie gern dort wohnen bleiben möchte, wird gerade der Bau eines Hauses geplant. „Die Koppel ist damals nicht in den B-Plan mitaufgenommen worden, deshalb haben wir die Gemeindevertretung mit ins Boot geholt. Letztlich entscheidet das Kreisbauamt“, so Jordan. Erst einmal werde nur dieses Haus geplant. Jedoch könne sich über die kommenden Jahre das Wohnprojekt weiter entwickeln.

Fortgeschrittener ist das zweite Bauprojekt. Die DieLE, eines der drei Integrations-Dienstleistungsunternehmen in Schleswig-Holstein, benötigt ein größeres Lager für Fuhrpark und Materialien. „Die jetzige Garage ist viel zu klein“, so Jordan. Neben hauswirtschaftlichen, Hausmeister- und Bürotätigkeiten bietet die DieLe auch kleine Renovierungen, kommunale Dienste und Spielplatzsicherungen an. „Wir haben größere Grundstücke zu pflegen, da brauchen wir einige Fahrzeuge. Die müssen untergestellt werden“, so Kunde. Knapp 100 Quadratmeter Grundfläche soll das Gebäude haben. Derzeit erarbeitet Architekt Wilfried Moss am Gebäudeentwurf. Baubeginn soll noch dieses Jahr sein.

sd

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