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Segeberg 36 Mitarbeiter in Sorge: Bauhof und WZV wollen fusionieren
Lokales Segeberg 36 Mitarbeiter in Sorge: Bauhof und WZV wollen fusionieren
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22:15 01.11.2013
Bad Segeberg

Die Nachricht von Bürgermeister Dieter Schönfeld schlug bei den 36 Mitarbeitern im Bad Segeberger Bauhof ein wie eine Bombe. Es gebe das Ziel, den Bad Segeberger Bauhof mit dem Wege-Zweckverband (WZV) zu fusionieren. Der Standort an der Gorch-Fock-Straße solle aufgelöst werden. Die Mitarbeiter würden dann übergehen zum WZV. „Doch was passiert mit uns, mit den Kollegen vom Bauhof, die für Winterdienst, Grünanlagen und vieles andere zuständig sind?“, wird gefragt. Auch wenn Schönfeld (SPD), Bauamtsleiterin Antje Langethal und WZV-Verbandsvorsteher Jens Kretschmer die zusammengetrommelten Bauhof-Mitarbeiter am Dienstag darüber informierten, dass sich für sie bei einem Betriebsübergang nichts ändern werde, sind die Ängste groß. So erfuhren die LN, dass Mitarbeiter um ihre Gehälter bangen, befürchten, dass sich ihre Arbeitsbedingungen massiv verschlechtern. Auch mit der zusätzlichen Einstellung von Saisonkräften dürfte dann Schluss sein. Der Überraschungscoup von Schönfeld wird bei Mitarbeitern, die nicht namentlich genannt werden möchten, kritisch gesehen. Von der Politik gibt es eher Zustimmung.

Dieter Schönfeld erklärte auf Anfrage, dass er kürzlich in der „Montagsrunde“ die städtischen Spitzenpolitiker über die Gespräche mit dem WZV informiert habe. „Wir wollen unseren Bauhof nicht verkaufen, sondern mit dem Wege-Zweckverband, dem wir selber ja auch angehören, fusionieren.“ Zielmarke sei Oktober 2014.

Die Zusatzleistungen der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) blieben den Mitarbeitern erhalten, verspricht Schönfeld. Falls Neueinstellungen notwendig werden, würden die vom WZV vorgenommen. Schon vor Jahren gab es Überlegungen, Bauhöfe der Umgebung zusammenzulegen oder Bad Segebergs „schnelle Eingreiftruppe“ — wie sie auch genannt wird — zum Eigenbetrieb zu machen. Alles wurde verworfen. Doch Schönfeld, der Kretschmer vermittelnd geholfen hatte, das Grundstück für den neuen Recyclinghof zu kaufen, blieb mit dem Vorsteher im Gespräch — das Ziel im Fokus, WZV und Bauhof zu fusionieren. Arbeitsgruppen bei Stadt und WZV rechneten durch, wie man Arbeit und Geräteeinsatz optimieren könne. „Da ist eine Einsparmöglichkeit von 100 000 Euro im Jahr deutlich geworden.“ Details müssen jetzt von den Politikern beraten werden. „Für die Mitarbeiter ist es doch egal, ob sie von der Gorch-Fock- Straße oder dem Wasserwerk zu ihren Einsätzen losfahren“, sagt Schönfeld. „Für Angst gibt es keinen Grund“, beruhigt er. „Niemand verliert seinen Status aus dem Arbeitsvertrag, für viele werden sich eher neue Chancen ergeben.“ Er selbst garantiere „Besitzstandswahrung“.

Wolfgang Glombik

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