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36 neue Experten für die „Computer auf Rädern“

Bad Segeberg 36 neue Experten für die „Computer auf Rädern“

Innung sprach Kfz-Mechatroniker im Vitalia Seehotel frei — Zahl der Prüfungen ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen — VW-Affäre ist Herausforderung für Gesellen.

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35 Gesellen und eine Gesellin mit bestandener Prüfung zum Kfz-Mechatroniker wurden in einem feierlichen Rahmen freigesprochen.

Quelle: Fotos: Dreu

Bad Segeberg. 41 sind angetreten, 36 haben es geschafft: Auf einer festlichen Freisprechungsfeier der Innung des Kraftfahrzeughandwerks im Vitalia Seehotel in Bad Segeberg feierten Lehrer, Ausbilder und die neuen Gesellen, die ihre Prüfung zum Kfz-Mechatroniker mit dem Schwerpunkt Pkw-Technik bestanden hatten, den eigentlichen Start ins Berufsleben. Zu ihnen gesellten sich drei Kollegen der Lübecker Innung, die die Prüfung mit dem Schwerpunkt Nutzfahrzeug-Technik abgeschlossen hatten.

„Für alle sind die beruflichen Aussichten gut“, sagte Obermeister Jörn Lüdemann. Glück hatte so auch der Innungsbeste Jan-Hendrik Knutzen aus Kattendorf. In seinem Ausbildungsbetrieb konnte er nicht übernommen werden, hatte aber sofort einen neuen Arbeitgeber in petto, bei dem er nun anfangen wird.

Die Zahl der Prüflinge ist derweil in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen. „Der demografische Wandel macht sich in den Ausbildungsbetrieben bemerkbar. Wir hatten mal 60 Auszubildende, die zur Prüfung angetreten waren, jetzt sind es fast 20 weniger“, erläuterte Kai-Joachim Bruhn, Vorsitzender der Prüfungskommission.

Wie auch Obermeister Lüdemann trauert er dem Beruf des Service-Mechanikers mit einer zweijährigen Ausbildung hinterher, der seit 2014 nicht mehr ausgebildet wird. „Es war ein befristeter Versuch, der leider ausgelaufen ist. Das Berufsbild war ideal für Leute, deren schulische Leistungen für den Mechatroniker nicht gereicht hätten“, so Bruhn. Der Vorsitzende der Prüfungskommission und auch der Obermeister hoffen sehr, dass ein ähnliches Berufsbild irgendwann wieder ausgebildet werden darf. „Im Grunde braucht jeder Betrieb einen Mitarbeiter für das Grobe“, so Lüdemann.

Dreieinhalb Jahre Ausbildung liegen hinter den neuen Gesellen. „Sie können stolz sein, sie haben einen tollen Beruf erlernt. Andere können Autofahren, aber daran herumschrauben, das können sie nicht mehr. Wir sind auf Sie angewiesen“, sagte Ina Bogalski, Leiterin des Berufsbildungszentrums (BBZ) in Norderstedt. Für Heinz Sandbrink, Leiter des BBZ Bad Segeberg, sind die neuen Autos Computer auf Rädern, die zudem wie Raumschiffe ausgestattet seien. „Früher konnte man den 34-PS-Motor eines VW-Käfers noch selbst ein- und ausbauen. Heute geht das bei den Autos nicht mehr so einfach“, so Sandbrink. Deutschland baue die besten Autos der Welt. Das reiche aber nicht. „Wir müssen die besten Autos der Zukunft bauen“, sagte der BBZ-Leiter, der davon überzeugt ist, dass noch so manche Revolution auf die Kfz-Mechatroniker warte. Zunächst aber, wenn die Rückholaktion von VW beginne, seien sie gefordert, aus Schummelautos wieder legale Pkw zu machen.

Die neuen Gesellen

Als Kraftfahrzeugmechatroniker mit dem Schwerpunkt Pkw-Technik wurden unter anderem freigesprochen: Jerome Eisenblätter aus Wahlstedt (Ausbildungsbetrieb Autohaus Kramer, Heidmühlen), Florian Ferizaj aus Bad Segeberg, Vekash Ahmad aus Norderstedt, Felix Schmidt aus Leezen (alle Autohaus Hoppe, Klein Rönnau), Sebastian Vitus Gastinger aus Trappenkamp (Harm RS, Trappenkamp), Garrit Gossow aus Bad Segeberg (Süverkrüp + Ahrendt, Bad Segeberg), Leif Grevsmühl aus Rickling (Lennert Lüthje, Rickling), Finn Lorenz aus Ruhwinkel (Bodo Zankel, Bornhöved), Alexander Michalski aus Borstel (Gunnar Leuffert, Nahe), Jan Schröder aus Wahlstedt (isfa, Bad Segeberg), Patric Spielau aus Trappenkamp (Autoservice Trappenkamp), Fabian Studt aus Weede (Doose, Bad Segeberg), Kevin Wohlert aus Altengörs (Autohaus Schröder, Bad Segeberg).

Als Kfz-Mechatroniker mit dem Schwerpunkt Nkw-Technik wurden freigesprochen: Nils-Ole Hargens aus Traventhal (WZV Bad Segeberg), Marcel Hartung aus Weede (Hartmut Hayn, Högersdorf), Robin Kamentz aus Wahlstedt (Robert Wenzel, Wahlstedt). pd

Petra Dreu

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