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Segeberg 380-kV-Trasse: Hoffnung auf Erdkabel für Oering und Borstel
Lokales Segeberg 380-kV-Trasse: Hoffnung auf Erdkabel für Oering und Borstel
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21:16 01.03.2016

Die 380-Kilovolt-Leitung zwischen Göhl und Lübeck, mitten durch den Kreis Segeberg, ist eines der größten Infrastrukturprojekt in Schleswig-Holstein.

Statt riesige Strommasten vor der Haustür wünschen sich viele Menschen aber lieber eine Lösung mit Erdkabeln. Gestern kam nun Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck (Grüne) zur Auftaktkonferenz für die Teilerdverkabelung nach Ratekau (Kreis Ostholstein). Mit dabei waren auch Planer des Netzbetreibers Tennet. Im Mittelpunkt des Interesses stand gestern dabei die Frage: Wo ist auf der 60 Kilometer langen Trasse eine Erdverkabelung möglich — und wo ist diese bisher auch vorgesehen?

Gestern wurde nun bekannt: Es gehen insgesamt neun Abschnitte der Trasse in die Fachprüfung, was jedoch nicht bedeutet, dass auch alle neun Abschnitte am Ende realisiert werden können. Alleine sechs dieser sogenannten Prüfbereiche liegen dabei auf Segeberger Gebiet. Profitieren von Erdkabeln könnten demnach die Gemeinden Borstel und Oering sowie die Gebiete Kisdorfer Wohl, Henstedt Maschloh und zwei Gebiete in Henstedt-Ulzburg. Der Kieler Minister Habeck erklärte dazu: „Wir beginnen jetzt aufgrund der neuen Rechtslage wieder von vorne, die Abschnitte zu prüfen. Das ist für die Konfliktorte und Regionen eine positive Nachricht, um verträgliche Lösungen zu finden.“

Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller (parteilos) sprach als Gastgeber gestern vor rund 200 Gästen trotz der grundsätzlich positiven Botschaft für den Kreis Ostholstein einen Kritikpunkt an: „Was mir bisher zu kurz kommt, ist das Thema der Wegnahme alter Leitungen.“ Mitten durch Ratekau verlaufen zwei 110-kV-Leitungen. Kellers Wunsch ist, dass die abgebaut werden. Das wurde gestern allerdings nicht weiter thematisiert.

Das Projekt der „Strom-Autobahn“ soll realisiert werden, um den wegen der Energiewende drastisch steigenden Anteil der Windenergie von der Ostsee in Richtung Süden zu transportieren. Dafür ist nach Ansicht von Fachleuten der Bau einer Leitung mit einer Kapazität von 380 Kilovolt notwendig. Weitere Informationsveranstaltungen zu dem Thema sollen im April folgen.

pm

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