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Segeberg 40 Tonner von Flammen bedroht
Lokales Segeberg 40 Tonner von Flammen bedroht
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22:18 10.09.2013
Der Reifen ist hin, aber die Ladung muss gekühlt werden, damit sie nicht auch zu brennen beginnt. Quelle: Fotos: Christian Spreer

Großeinsatz der Feuerwehren aus Segeberg, Stormarn und Lübeck gestern kurz nach 16 Uhr: Ein Lastwagen sollte in voller Ausdehnung auf der A 20 zwischen Mönkhagen und Geschendorf brennen. Polizeibeamte haben sofort die Strecke zwischen Bad Segeberg und Mönkhagen sowie alle Zufahrten gesperrt. Gespenstische Ruhe auf der vierspurigen Trasse, völlig autolos. Kurz hinter Geschendorf stehen plötzlich Dutzende Einsatzfahrzeuge auf der Autobahn Richtung Bad Segeberg. Dunkelgrauer Rauch steigt auf. Zwei Männer mit Atemschutz versuchen einen brennenden Reifen zu löschen und die Karosserie des Aufliegers zu kühlen. „Auf keinen Fall darf der Inhalt Feuer fangen“, sagt Einsatzleiter Albert Iken (Hamberge), „ich will so schnell wie möglich das Auto von der Fahrbahn haben.“

„Mir ist der Reifen am Auflieger vorne links geplatzt. Ich bin sofort rechts ran, hab‘ das Warndreieck aufgestellt, in meiner Firma und beim Reifendienst angerufen. Dann habe ich eine halbe Stunde gewartet — und plötzlich schlugen Flammen aus dem Reifen. So was habe ich noch nie erlebt“, sagte Lkw-Fahrer Uwe Groth. Er war mit dem Sattelschlepper von Lübeck unterwegs zur Müllverbrennungsanlage in Neumünster. Geistesgegenwärtig hat er die Zugmaschine abgekoppelt und in Sicherheit gebracht.

Die Vermutung der Feuerwehr, dass die Bremse festgefahren war und sich glühende Hitze entwickelte und das Feuer ausgelöst hat, hat sich nicht bestätigt. Die genaue Brandursache blieb gestern noch ungeklärt. Die Wehren aus Lübeck, Bad Segeberg, Strukdorf, Hamberge, Mönkhagen, Eckhorst und weiterer Gemeinden und auch die Polizei hatten mit dem Schlimmsten gerechnet. „Lastzug mit 40 000 Litern Brennstoff in Flammen“ — so ähnlich sei die Erstmeldung gewesen, berichtet ein Feuerwehrmann. „Alle Schläuche und die Luftfederung sind kaputt“, sagt ein Kollege, nachdem er den Lkw von unten inspiziert hatte. Im Bauch des Lasters ist zerschredderter Hausmüll. Und der brennt leicht. Daher hat die Berufsfeuerwehr Lübeck auch ein Tankfahrzeug mit Löschpulver geschickt. Und daher die Bemühungen der Feuerwehr, ein Entzünden des Mülls zu verhindern. Eigentlich sollte der längst in der Müllverbrennungsanlage sein. Dahin ging‘s am späteren Abend auch. Um 21.08 Uhr kam von Segebergs Gemeindewehrführer Mark Zielinski die Meldung: „Die Ladung konnte mit Löschschaum und Wasser soweit heruntergekühlt werden, dass der Lkw in Polizeibegleitung seine Fahrt zur nächsten Deponie fortsetzen konnte. Der Einsatz ist beendet.“

„Auf keinen Fall darf der Inhalt des Fahrzeuges Feuer fangen.“
Einsatzleiter Albert Iken

Christian Spreer

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