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Segeberg 40 neue Grundstücke — Waldrodung bis März
Lokales Segeberg 40 neue Grundstücke — Waldrodung bis März
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09:03 08.02.2016
Heinz-Dieter Block mit Plan über mögliche Grundstücksaufteilung.
40 Grundstücke sollen auf dem Gelände des ehemaligen Sport- und Waldhotels in Trappenkamp entstehen. Eine mögliche Grundstücksaufteilung wurden am Donnerstag im Bauausschuss gezeigt. Damit dies verwirklicht werden kann, muss der Nadelwald auf dem Areal weg. 18500 Quadratmeter, wie Ausschussvorsitzender Heinz-Dieter Block (SPD) berichtete. Und zwar schnell. Block: „Bis 15. März muss das über die Bühne gehen.“ Dann nämlich setzt der Brutschutz ein, der Baumfällarbeiten verbietet.

„Bis 15. März muss die Waldrodung über die Bühne gehen.“

Heinz-Dieter Block, SPD, Bauausschuss

Die Rodung der Waldfläche wird offenbar unproblematisch gesehen im Gremium. Einstimmig empfahl der Ausschuss, die Baumfällarbeiten an die Forstbetriebsgemeinschaft des Kreises Segeberg zu vergeben.

Für eine Summe von 17400 Euro. Eingerechnet sind dabei die erwarteten Erlöse aus dem Holzverkauf über 7000 Euro. Nadelholz sei aus forstwirtschaftlicher Sicht nicht sehr hochwertig, sagte Block.

Richtig teuer wird dafür die Ausgleichsmaßnahme für die Rodung. Die 4,5 Hektar Ersatzaufforstung soll schlappe 152000 Euro kosten. Da Trappenkamp keine eigenen Flächen für diese Aufforstung hat, wird diese extern vergeben. Die Leistung wird von der Forstbetriebsgemeinschaft vermittelt. Umgesetzt werde die Aufforstung dann von Carl-Wilhelm Ohrt in Rickling-Schönmoor, sagte Harald Krille. Die Neuanlegung des Ersatzwaldes steht dann im Herbst an. „Im Oktober oder November macht man das“, sagte Holzunternehmer Ohrt auf LN-Nachfrage. Für ihn wäre es dann die dritte Neuaufforstung. Gepflanzt würden ganz junge Bäume unterschiedlicher Arten. „Bis man da aber Holz rausnehmen kann, vergehen 30 bis 40 Jahre“, sagt Ohrt.

Damit entsteht in Rickling langfristig ein hochwertiger Mischwald als Ersatz für den forstwirtschaftlich weniger wertvollen Nadelwald, der in Trappenkamp gerodet werden soll. Ausschussmitglied Sven-Uve Jahn war nicht begeistert: „Wir nehmen hier etwas Minderwertiges weg und müssen das Hochwertigere bezahlen.“ „Dafür haben wir dann das Grundstück“, sagte Bürgermeister Krille (SPD). Noch in diesem Jahr soll mit der Vermarktung der neuen Grundstücke begonnen werden. Nachgedacht werde auch über Familienrabatte, das müsse jedoch erst in den Fraktionen besprochen werden.

Weiter ist die Gemeinde dagegen in der Verlängerung des Neubaugebietes hin zur Ricklinger Straße. Nachdem hier die Pläne für eine Seniorenunterkunft geplatzt waren, hatte die Gemeinde auch diese Fläche gekauft, um dort neun Bauplätze mit Grundstücksgrößen zwischen 520 und 900 Quadratmetern zu schaffen — auf Grundlage bereits vorliegender Anfragen. Im Finanzausschuss wurde jüngst der Grundstückspreis für das Gebiet festgelegt, berichtete Krille. Der liegt bei 70 Euro pro Quadratmeter in diesem Jahr, ab 2017 soll der Preis auf 80 Euro steigen.

Der Bauausschuss empfahl die notwendigen Erschließungsmaßnahmen, die Planerin Elke Kistenmacher vorstellte. So sollen die vorhandenen Stichstraßen Michael-Ende- und Astrid-Lindgren- Weg auf 5,50 Meter verbreitert und durch einen weiteren Weg miteinander verbunden werden. Die Versorgungsleitungen werden entsprechend erweitert, genau wie die Entwässerungseinrichtungen.

Nadine Materne

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