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Segeberg 50 Jahre Arge Trappenkamp: Ideengeber und Projektmotor
Lokales Segeberg 50 Jahre Arge Trappenkamp: Ideengeber und Projektmotor
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02:15 21.09.2013
Seit 17 Jahren ist Dirk Bösebeck (70, r.) Vorsitzender. Vorgänger Kuno Feddersen: „Offensichtlich will er unseren Gründungsvater einholen.“ Quelle: Foto: nam

Den 50. Geburtstag „seiner“ Arge zu erleben, war Rudolf Ducke nicht vergönnt, er verstarb im November 2012. Aber in Gedanken war der Initiator der Arbeitsgemeinschaft wirtschaftlich interessierter Kreise Trappenkamp gestern bei der Feierstunde im Bürgerhaus dabei, dafür sorgte nicht zuletzt Ehrenvorsitzender Kuno Feddersen. „Es ist ein Tag, an dem wir einen Mann besonders vermissen“, begann er seinen Rückblick auf die Geschichte der Arge. Gemeint ist Ducke. „Ohne ihn würde es die Arge so nicht geben.“

Als die Arge am 19. September 1963 gegründet wurde, erinnerte sich Feddersen, war Trappenkamp eine „Boomtown“ gewesen. Damals warb sie noch mit dem Titel Industriegemeinde und das sei kein Makel gewesen. Überall wurde gebaut, das Entwicklungstempo habe teilweise aber auch die ehrenamtliche Politik überfordert. Grundgedanke der Arge war, eine Infrastruktur zu schaffen, die Trappenkamp als Wohn- und Arbeitsort attraktiv machte. Die Arge wollte sich einmischen und formulierte schon in der Gründungssatzung klar, dass sie in wichtigen Fragen des Ortsgeschehens „gehört werden wolle und müsse“. Das kam nicht überall gut an. Kontinuierlich habe sich die Arge jedoch Ansehen und Wertschätzung erarbeitet, resümierte Feddersen.

Als Ideengeber, Projektmotor und Kontaktplattform würdigte IHK-Vizepräses Bernd Jorkisch die Arge. Konkret denkt er dabei vor allem an die beiden Studien zu Trappenkamp, die auf Initiative des derzeitigen Vorsitzenden Dirk Bösebeck in Auftrag gegeben wurden: Die Professoren Javier Revilla Diez und Rüdiger Soltwedel erstellten 2004, als die Gemeinde mit starken Einwohnerverlusten zu kämpfen hatte, eine Strukturanlayse zu Trappenkamp. 2011 folgte eine Machbarkeitsanalyse zur Tourismusmeile. Aus ersterer entstand letztlich das neue Leitbild Trappenkamps als Familiengemeinde. Auch viele andere Anregungen der Studien, etwa zur Tourismusmeile, wurden von der Gemeinde aufgegriffen und weiterentwickelt. „Die Arge hat dazu beharrlich beigetragen“, loben Diez und Soltwedel in der Festschrift. „Ihre Initiative kann gar nicht hoch genug bewertet werden.“ Aus eigenem Antrieb werde es die notwendigen Strukturanpassungen der Trappenkamper Wirtschaft nicht geben.

„Es ist beeindruckend, wie sich Herr Bösebeck mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern Gehör verschafft und die Entwicklung Trappenkamps beeinflusst“, würdigte Jorkisch. Und wie es aussieht, wird Bösebeck, gerade 70 Jahre alt geworden, seit 17 Jahren Vorsitzender, der Arge noch lange erhalten bleiben. „Jegliche Ermüdungserscheinung hat er abgestritten“, sagte Feddersen. „Offensichtlich will er unseren Gründungsvater ein- und überholen. Er hat es nur noch nicht öffentlich zugegeben.“

„Ohne Rudi Ducke würde es die Arge so nicht geben.“
Kuno Feddersen, Ehrenvorsitzender

Nadine Materne

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