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Segeberg 50 Jahre Stadt Wahlstedt
Lokales Segeberg 50 Jahre Stadt Wahlstedt
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22:38 06.06.2017
Viele Bürger, auch aus umliegenden Orten, nahmen am ökumenischen Gottesdienst auf dem Martplatz teil. „Findet der Stadt Bestes“ hieß es dabei mit Blick auf den 50. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte. Bei einem anschließenden einfachen Festmahl gab es Brot, Wein, Trauben und Gespräche. Quelle: Fotos: Hiltrop
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Wahlstedt

Halbzeit im Festjahr anlässlich des 50. Jahrestags der Verleihung der Stadtrechte an Wahlstedt: Mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Marktplatz erlebten die Besucher am Pfingstmontag etwas Besonderes.

Halbzeit im Festjahr anlässlich des 50. Jahrestags der Verleihung der Stadtrechte an Wahlstedt: Mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Marktplatz erlebten die ...

Bürger gratulieren

Name: Emily Stolzenberg (18).

Beruf: Nach dem Abitur möchte sie Heilerziehungspflegerin werden.

An Wahlstedt gefällt ihr: Man kann hier nicht so verlorengehen, wie in einer Großstadt, aber Wahlstedt ist groß genug, um privater sein zu können als auf dem Dorf.

Sie wünscht der Stadt: Dass alle sich gerade machen für ein Miteinander.

Bewohner aus dem Paul-Gerhardt-Haus, Teamer der Evangelischen Jugend, Protestanten, Katholiken – Bürger jeden Alters waren um den Brunnen zusammengekommen. Darunter auch Besucher aus umliegenden Orten. Der Posaunenchor spielte unter der Leitung von Daglef Polzin auf, und die Kantorei sang unter freiem Himmel vor einem aus schlichten Birkenästen gezimmerten Kreuz.

„Suchet der Stadt Bestes“ lautete der Leitsatz der konfessionsübergreifenden Andacht, die von den evangelischen Pastoren Anne Smet, Brigitte Scheel, Alf Kristoffersen sowie Heinrich Schröder gelenkt wurde. Letzterer war vor 30 Jahren als katholischer Pfarrer in Bad Segeberg auch für die Schäfchen in Wahlstedt zuständig. Demzufolge hat der heute 73-Jährige die Stadt ein großes Stück ihres Weges begleitet. „Ich bin nicht mehr Pfarrer, aber ich bin und bleibe Pastor“, sagte der Gottesmann, der auch im vierten Jahr seines Ruhestandes gerne besondere Aufgaben wie diesen Gottesdienst übernimmt. Ihm selbst habe an Wahlstedt immer die Nähe zur Natur gefallen. Geprägt worden sei die katholische Gemeinde einst durch die vielen Menschen, die aus Portugal gekommen waren. Und wenn er der Stadt etwas zum 50. Geburtstag wünschen dürfte, dann wäre das, dass sich die Gemeinde weiter hält, auch wenn die Gruppe der Portugiesen kleiner geworden ist.

Mehrere Bürger gestalteten den Gottesdienst mit ihren Erinnerungen zu Wahlstedt und seinen Besonderheiten mit. Und beim anschließenden einfachen Festmahl mit Wasser, Wein, Trauben und Brot gab es viel Gelegenheit für nette Gespräche. Die Besucher waren sich jedenfalls einig, einen gelungenen und sehr besonderen Gottesdienst im Herzen der Stadt erlebt zu haben.

Am kommenden Sonnabend, 10. Juni, wird an gleicher Stelle das „Fest der Nationen“ gefeiert. Zum 22. Mal auf die Beine gestellt vom Lions-Club Wahlstedt, mit Unterstützung der Stadt. Und auch diese Veranstaltung mit ihrem Bühnenprogramm und den Aktionen in der Innenstadt steht im Zeichen des 50. Jahrestags der Stadtrechte. Zuvor gibt es den traditionellen Umzug durch – hoffentlich – bunt geschmückte Straßen, wie es sich die Organisatoren wünschen.

 Heike Hiltrop

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