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Segeberg 60 Jahre Verbundenheit
Lokales Segeberg 60 Jahre Verbundenheit
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18:14 18.06.2016
Sie waren in Drawsko Pomorski: (vordere Reihe v.l.) Andreas Messerschmidt , Daniel Schmidt, Erik Buchholz; (hintere Reihe v.l.) Jannis Bierschenk, Anton Maiwald, Thomas Hagedorn und Felix Stümke. Quelle: hfr

Dass Heimat ein schwer greifbares Gefühl ist, hat der Festakt zum 60-jährigen bestehen der deutsch-polnischen Patenschaft zwischen dem Kreis Segeberg und dem Kreisverband Dramburg ( heute Drawsko Pomorski) sowie der Stadt Bad Segeberg und Falkenburg (heute Zlocieniec) gezeigt. Bürgervorsteherin Ingrid Altner und Kreispräsident Winfried Zylka berichteten in ihren Reden, dass viele Flüchtlinge und Vertriebene des 2. Weltkrieges in Schleswig-Holstein eine neue Heimat in Frieden gefunden hätten. Heimatvertriebene-Verbände gründeten sich, kümmerten sich um die Familienzusammenführung und gaben den hohen Stellenwert ihrer Kultur und Bräuche weiter. Großes Ziel war aber die Deutsche Einheit und ein gemeinsames Europa. Patenschaften halfen dabei.

Deutsche, Polen und Pommern feierten.

Günter Korn, langjähriger Vorsitzender des Heimatkreises Dramburg ging in seinem Beitrag auf die Anfänge der Patenschaften ein. So war ein Wunsch, dass die Paten helfen würden, die Rückkehr in die verlorene Heimat zu ermöglichen, wenn die politischen Verhältnisse das zulassen würden.

Der Tag der Erinnerung sei auch ein Tag des Dankes, so Korn. Und dankte allen, die die Patenschaften mit Leben gefüllt haben und füllen. „Das ist ein großer Beitrag für die Völkerverständigung.“ So gebe es junge Polen, die sich für die Gechichte Dramburgs interessierten, da könnten sie als Wissensvermittler fungieren.

Jacek Koslowski, stellvertretender Landrat von Drawsko Pomorski, erklärte, dass er nun verstanden habe, dass man Heimat nicht nur für sich haben könne. „Jeder muss Anspruch und Recht auf seine Heimat haben“, so Koslowski. Und Zlocieniecs Bürgermeister Krzystorf Zacharzewski sagte, dass man sich an guten Vorbildern orientieren und Schlechtes meiden solle. Zwei Projekte verdeutlichten dieses: ein altes Fachwerkhaus soll zu einem Heimatmuseum und der alte deutsche Friedhof wieder als letzte Ruhestätte genutzt werden. sd

Mit Gitarren nach Polen

Partnerschaft auf musikalische Art: Das Gitarrenensemble der Kreismusikschule Segeberg ist dieser Tage aus Bad Bramstedts polnischer Partnerstadt Drawsko Pomorski zurückgekehrt. Unter anderem gab es ein Konzert im Kulturhaus der Stadt.

Bereits im Februar war ein Gitarrenensemble aus Drawsko Pomorski zu Gast beim Musikschul-Wochenende in der Jugendakademie. „Der Funke sprang über – und die Gitarristen aus dem Kreis Segeberg erhielten eine Einladung zu einer Fahrt in die Partnerstadt“, sagt Musikschulleiterin Christine Braun. Gemeinsam mit den polnischen Gitarristen wurde in Drawsko das Repertoire aufgefrischt und beim Konzert im Kulturhaus präsentiert. Die Musikschul-Leiterin betont: „Es war wunderbar, dass wir uns so schnell wiedersehen konnten. Die Jugendlichen konnten die im Februar geknüpften Kontakte intensivieren. Während des Aufenthaltes in Polen wurden bereits viele neue Pläne für weitere Begegnungen geschmiedet.“

Die Segeberger Schüler zeigten sich bei ihrem Besuch beeindruckt von der polnischen Gastfreundschaft. „So viel Freundlichkeit und Engagement von unseren polnischen Gastgebern hatten wir uns nicht vorgestellt. Es hat super viel Spaß gemacht und war eine Art Miniurlaub“, sagte zum Beispiel Teilnehmer Felix Stümke (14) aus Kaltenkirchen.

Außer den gemeinsamen Proben gab in der Freizeit es eine Schiffstour durch die Seenlandschaft Drawsko, in einer Burgruine konnte die Vergangenheit Polens erkundet werden und auf der Rückfahrt gab es einen Abstecher nach Stettin.

Spätestens zum Musikschulwochenende im März 2017 wollen die polnischen Gitarristen beim Musikschulwochenende in Bad Segeberg wieder dabei sein.

ark

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