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Segeberg 6000 Fans in der Möbel-Kraft-Arena
Lokales Segeberg 6000 Fans in der Möbel-Kraft-Arena
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20:50 04.07.2016
War das ein Spiel: 6000 Fußballfans verfolgten am Sonnabend das Europameisterschafts-Spiel Deutschland: Italien. Quelle: Petra Dreu
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Segeberg

6000 Fußballfans wurden am Sonnabend auf eine harte Geduldsprobe gestellt, ehe das Europameisterschafts-Spiel Deutschland gegen Italien nach Verlängerung und Elfmeterschießen sein glückliches Ende für das Team von Jogi Löw fand. Beim großen Public Viewing in der Möbel-Kraft-Arena erlebten die Fans dabei nicht nur unmittelbar vor Spielanpfiff einen deftigen Regenschauer – sondern auch ein Wechselbad der Gefühle. Entsprechend groß war der Jubel, als ihre Mannschaft nach dem Elfer-Krimi das Spiel für sich entscheiden konnte.

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Deutschlaaaaaaand . . . 1:0 durch Özil, da ist die Welt für Bennet Zucht und Jan Rüder (r.) in Ordnung.

Das nächste Spiel der deutschen Nationalmannschaft findet übermorgen um 21 Uhr statt. Im Halbfinale trifft sie auf den Gastgeber Frankreich. Die Möbel-Kraft-Arena öffnet drei Stunden vor Spielbeginn. pd

„Endlich ist der Bann gebrochen“, freut sich Jan Rüder (17) aus Garbek. Bis dahin nämlich hatte das deutsche Team beim Zusammentreffen mit Italien immer das Nachsehen gehabt. Während Jan Rüder zum ersten Mal beim Public Viewing auf dem Möbel-Kraft-Gelände dabei ist, hat sein Freund Bennet Zucht (17) aus Stipsdorf bereits mehr Arena-Erfahrung. „Ich war die letzten drei Spiel hier. Die Stimmung in einer so großen Runde ist einfach cool. Ich habe zwar auch schon eine Bierdusche abbekommen, aber das ist egal“, erzählt er.

Während des Spiels kippt die Stimmung erst in die eine, dann in die andere Richtung: Kein Tor für Deutschland, aber jeder Konter der Italiener lässt den Blutdruck der beiden jungen Männer in die Höhe schnellen. Erst in der 65. Minute weicht die Anspannung frenetischem Jubel, als Mesut Özil den Ball in das italienische Tor versenkt. Mit der guten Stimmung ist es jedoch schnell wieder vorbei, als Leonardo Bonucci den Handelfmeter zum Ausgleich verwandelt.

Verlängerung – keine Entscheidung. Elfmeterschießen. Und das zerrt auch an den Nerven von Jan und Bennet. Jubel und Entsetzen wechseln sich ab. Die Anspannung ist so groß, dass sich Jan sogar ganz abwendet und erst wieder mitten im Spiel ist, als in der Arena die Fußballfans lautstark den verwandelten Elfmeter der deutschen Nationalmannschaft feiern. Ähnlich geht es Bennet, der nach einem verschossenen Elfer ebenfalls auf Tauchstation gegangen ist. Erst nach dem letzten Elfer ist bei beiden alles Leiden vergessen. Sie feiern mit den anderen Fußballfans, schwenken Fahnen, singen im Chor und freuen sich auf das Halbfinale. „Das war nicht mein letztes Public Viewing“, kündigt Jan freudetrunken an.

Ordentlich zu tun hatten am Sonnabend die 18 Einsatzkräfte des DRK. „Wir mussten mehr Fußballfans versorgen als bei den Spielen davor“, sagte Einsatzleiter Florian Rubach. Kleinere Blessuren, zu viel Alkohol und eine auf dem Parkplatz erlittene Verletzung durch Reizgas mussten die DRK-Helfer behandeln. Ebenfalls häufiger als bei den Spielen der deutschen Elf zuvor musste auch die Polizei eingreifen. Drei Körperverletzungen musste sie aufnehmen. Acht Platzverweise wurden von den Beamten ausgesprochen, elf weitere vom Sicherheitsdienst, teilte Polizei-Einsatzleiterin Bianca Kohnke mit.

Mit Anzeigen wegen der Verwendung verfassungswidriger Kennzeichen müssen vier Fußballfans rechnen. Sie hatten zur rhythmischen Begleitung mit einer Pauke im Wechsel „Sieg“ und „Heil“ gebrüllt.

Daraufhin mussten sie sich für den Fußball-Krimi einen anderen Schauplatz suchen.

 Petra Dreu

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