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Segeberg 72 Millionen Euro für Häuslebauer im Kreis
Lokales Segeberg 72 Millionen Euro für Häuslebauer im Kreis
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18:23 07.05.2016
Vorstandschef Erk Westermann-Lammers (r.) mit Vertriebsleiter Horst Nörenberg von der Investitionsbank Schleswig-Holstein. Quelle: Fuchs

Es herrscht im Hamburger Umland zurzeit ein regelrechter Bauboom auf dem Wohnungsmarkt. Das geht aus der Jahresbilanz der Investitionsbank Schleswig-Holstein für das abgelaufene Jahr 2015 hervor, die Vorstandschef Erk Westermann-Lammers mit Vertriebsleiter Horst Nörenberg jetzt vorstellte. Demnach gewährte die Investitionsbank für Wohnungsbauprojekte allein im Kreis Segeberg 72 Millionen Euro an Kreditmitteln für den Wohnungsbau. Insgesamt stellte die landeseigene Förderbank 288 Millionen Euro für Neubauten und Sanierungen im Hamburger Umland zur Verfügung, sagte Westermann-Lammers.

Dabei nehme der soziale Wohnungsbau mit 50 neuen Wohneinheiten eine wichtige Rolle ein, erklärte Westermann-Lammers. „Wir sind Partner der Landesregierung in der ‚Offensive für bezahlbares Wohnen‘, indem wir die Kreditzinsen für die Investoren niedrig halten, höhere Förderquoten anbieten und vereinfachte Rahmenbedingungen geschaffen haben.“ Im gesamten Hamburger Umland seien 420 Sozialwohnungen gefördert worden, dreimal so viele wie 2014.

Auch private Hauseigentümer, die eine eigene Immobilie erwerben oder eine vorhandene modernisieren wollten, sind in den Genuss der Unterstützung der Investitionsbank gekommen. „Wir haben 2358 Familien in den Hamburger Umlandkreisen zu Wohneigentum verholfen“, sagt Erk Westermann- Lammers. In Segeberg seien es allein 700 gewesen, 35 mehr als 2014. Hinzu kamen 200 meist energetische Sanierungen, die die Investitionsbank mit den jeweiligen Hausbanken mitfinanziert habe, davon 55 im Kreis Segeberg. „Die Nachfrage nach Betongold ist groß und stark“, sagt Vertriebsleiter Nörenberg.

„Weil die Menschen bei ihren Banken kaum Sparzinsen erhalten, stecken sie Geld in die Sanierung ihrer Immobilien.“

Auch kommunale Bauprojekte hat die Investitionsbank voriges Jahr im großen Stil gefördert. So sind in 24 Kommunen 41 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln geflossen. Die Kommunen erhalten je ein Drittel der Förderung vom Bund und vom Land und bringen das restliche Drittel als Eigenanteil ein. Bad Segeberg beispielsweise profitierte durch 120000 Euro im Programm „soziale Stadt“ für ihr Projekt Südstadt. Zudem wurden 54 Millionen Euro an Kommunen im Kreis Segeberg ausgeschüttet, um insbesondere den Breitbandausbau voranzutreiben Diese Entwicklung werde auch in diesem Jahr und wohl auch im nächsten Jahr angesichts der niedrigen Zinsen anhalten, prognostiziert Westermann-Lammers. „Das wird dem Handwerk volle Auftragsbücher verschaffen und für eine sehr gute Beschäftigungslage sorgen.“ Auch die Wirtschaft wurde von der landeseigenen Investitionsbank wieder direkt finanziell unterstützt. So wurden im Kreis Segeberg Unternehmen mit zehn Millionen Euro unterstützt. Davon profitierte beispielsweise der Nahrungsmittelhersteller Hagena, der 365000 Euro erhielt, damit er seine Verwaltung und Produktion komplett von Hamburg nach Henstedt-Ulzburg verlagern konnte.

In der Arbeitsmarktförderung ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft WKS des Kreises Segeberg für ihr Beratungsangebot „Frau und Beruf“ mit 86905 Euro unterstützt worden. Die regionale interkulturelle Ausbildungsbetreuung Isfa erhielt für die Region Segeberg und Neumünster 130000 Euro. Vier Existenzgründer aus dem Kreis Segeberg konnten mit Anschubfinanzierungen zwischen 3000 und 25000 Euro ihre Selbständigkeit absichern. Und im Fortbildungsbereich nutzten 256 Segeberger die Chance, sich über das Aufstiegs-Bafög praktisch zu Technikern, Fachwirten oder Erziehern weiterzubilden.

Von bf

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