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Segeberg 780000 Euro: Kanalrohre in Todesfelde werden saniert
Lokales Segeberg 780000 Euro: Kanalrohre in Todesfelde werden saniert
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23:17 08.02.2016

Auf der Sitzung der Gemeindevertreter wurde Letzteres einstimmig beschlossen, berichtet Bürgermeister Mathias Warn. Da die Kanalisation praktisch im ganzen Dorf saniert werden müsse, sei das Projekt schon aus Kostengründen auf acht Jahre angelegt worden. Ein Fachmann der Neumünsteraner Firma Wasser- und Verkehrskontor (WVK) hat ein Konzept vorgestellt, das in drei Bauabschnitten realisiert werden soll. Mit dem ersten soll im Frühjahr 2017 begonnen werden. Er dürfte mit 270000 Euro zu Buche schlagen.

Das WVK regte an, mit den Landesstraßen 167 und 78 zu beginnen. Dabei handelt es sich um die Ortsdurchfahrt und um die Weiterführung Richtung Leezen. Aus Kostengründen sollen nicht die Straßen beziehungsweise Gehsteige aufgerissen und die maroden Rohre ausgetauscht werden. Vielmehr wolle man ein Harz-Inliner-Verfahren umsetzen, berichtet der Bürgermeister. In die defekten Rohrleitungen wird dabei eine Art Schlauch eingepustet, der mit Harz getränkt ist. Das Gewebe schmiegt sich innen an die Rohre und härtet binnen einiger Stunden aus. So entsteht praktisch ein Rohr im Rohr. Würde man die alten Rohre ausgraben und durch neue ersetzen, „würden wir astronomische Summen dafür aufwenden müssen“, sagte Warn.

Das zweite Projekt der Todesfelder soll die Lebensqualität im Dorf verbessern. Dabei geht es um bessere Einkaufsmöglichkeiten. Von einem Fachmann der Beraterfirma EWS Group, Ingwer Seelhoff, haben sich die Gemeindevertreter über die Einrichtung eines „Markttreffs“ und seiner Bezuschussungsmöglichkeiten aufklären lassen. Der Markttreff soll keine Konkurrenz zum Bäcker, Schlachter oder dem Betreiber des Frischemarktes in der Dorfstraße werden, sondern eine Ergänzung dazu. „Wir sind noch ganz am Anfang unserer Überlegungen“, sagte Warn.

Da jedoch Viktor Kaufmann, der den Lebensmittelladen mit rund 100 Quadratmetern Verkaufsfläche betreibt, sich gern auf 300 bis 400 Quadratmeter vergrößern möchte, habe auch er Interesse am Projekt Markttreff. Er würde ihn auch betreiben, versicherte Warn. Nun stellt sich nur noch die Frage, wo der neue Markt angesiedelt werden sollte. Die Gemeindevertreter seien sich einig, dass dies zentral geschehen müsste. Im Fokus sei derzeit das Grundstück am Feuerwehrhaus, wo früher die Hula-Bar war. „Die Eiche“, an der auch einige Arbeiten vorgenommen werden müssten, das zu erweiternde Feuerwehrhaus und der Markttreff könnten dort gut zusammen eine Art Zentrum bilden, meint Warn. Und wenn sich dort auch noch ein Friseur oder ein Blumenladen dazugesellen würde, wäre das nicht schlecht. Mathias Warn: „Das hätte Hand und Fuß.“ Zumal so ein Projekt durch die EU üppig gefördert würde. „Bei einer Investitionssumme von einer Million würden wir mit 750000 Euro Zuschuss rechnen können.“

Christian Spreer

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