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Segeberg 90 Selbsthilfegruppen — und es werden immer mehr
Lokales Segeberg 90 Selbsthilfegruppen — und es werden immer mehr
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18:15 30.01.2016
KIS-Leiterin Sabine Ivert-Klinke stellte den neuen Wegweiser für Selbsthilfegruppen und das „In-Gang-Setzer-Projekt“ vor. Quelle: Domann

Diabetes, Borderline, Krebs, Depression — vielfältig ist das Angebot der Selbsthilfegruppen im Kreis Segeberg. Etwa 90 gibt es derzeit, im Februar bildet sich eine weitere für Diabetiker in Kaltenkirchen. Im Selbsthilfewegweiser der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KIS) sind die Initiativen aufgeführt. „Der Wegweiser kommt jährlich heraus. Anfang des Jahres ist ein guter Zeitpunkt, dann können Änderungen im Laufe des Jahres berücksichtigt werden“, sagt KIS-Leiterin Sabine Ivert-Klinke und hält den neuen Wegweiser in der Hand.

Außerdem wirbt sie für das „In-Gang-Setzer-Projekt“. Ehrenamtliche werden gesucht, die neue Selbsthilfegruppen anleiten oder bereits bestehenden unterstützend zur Seite stehen. „Die Ehrenamtlichen sollen kein medizinischer Profi sein, sondern eher Organisator.“ Sie suchen den Treffpunkt aus, schließen den Raum auf, leiten Gespräche, bringen neue Impulse. „Ich habe das sonst selbst gemacht, doch das Projekt bietet die Chance, den einzelnen Selbsthilfegruppen eine bessere Unterstützung zu geben“, so Ivert-Klinke. Denn manche Mitglieder seien überfordert, alleine Initiative zu ergreifen oder für den Schlüssel zuständig zu sein.

Das Projekt gibt es seit 2005 und wurde vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen. Gefördert wird das Projekt von BKK Bund und Nordwest. Ehrenamtliche werden zu „In-Gang-Setzern“ ausgebildet. Interessierte erhalten eine Schulung, um eine Selbsthilfegruppe anzuleiten. Ziel sei es, die Selbsthilfeinitiativen eigenständig zu machen und auf einen guten Weg zu bringen.

Durchschnittlich bestehen die Selbsthilfegruppen aus zwölf Mitgliedern. Geht es um chronische Krankheiten und überwiegend um den Austausch von medizinischen Informationen, sind die Gruppen größer.

„Je persönlicher die Themen, desto kleiner die Gruppe“, so Sabine Ivert-Klinke. Auch einige Trends sind zu verzeichnen: Zum einen werden seltene Krankheiten verstärkt nachgefragt, zum anderen psychosoziale Probleme, darunter Depression und Persönlichkeitsstörungen. Relativ neu ist die Gruppe psychisch kranker Eltern. In Kaltenkirchen und in Bad Bramstedt gibt es einen offenen Treff für Eltern mit psychisch kranken Kindern und Jugendlichen. In Bad Segeberg hat sich die Gruppe „Gegenseitig stärken“ gegründet, eine gemischte Gruppe, der vor allem der Austausch untereinander wichtig ist. So gibt es bestimmte Themen, über die gesprochen wird. „Diese Selbsthilfegruppe wird schon von einem Ehrenamtler geleitet“, so die KIS-Leiterin.

Weitere Infos: ☎ 04551/3005 oder www.kis-segeberg.de.

„Je persön- licher die Themen, desto kleiner die Gruppe.“
Sabine Ivert-Klinke (KIS)

Silvie Domann

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