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Segeberg 90 neue Wohnungen für Itzstedt
Lokales Segeberg 90 neue Wohnungen für Itzstedt
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20:59 27.09.2017
Architekt Thomas Krispin und Hartmut Thede vom Wohnungsunternehmen Semmelhaack stellten den Entwurf vor. Quelle: Foto: Domann
Itzstedt

Gebaut werden sollen 60 seniorengerechte Wohnungen sowie ein Komplex mit 30 normalen Mietwohnungen. 30 Prozent der Wohnungen sind sozialgefördert. Während der Sitzung der Gemeindevertreter stellten Hartmut Thede, Projektentwicklungsleiter bei Semmelhaack, und Architekt Thomas Krispin Projekt und Bauentwurf vor. „Itzstedt ist kein Experiment, aber ein Novum für uns“, betonte Thede. Denn aufs Land zu gehen, heiße Mut zu haben. Doch Semmelhaack blickt auf 40 Jahre Erfahrungen im öffentlich geförderten Wohnungsbau zurück. Die Firma ist seit 2016 eine Familienstiftung und hat fast 23000 Wohnungen im Bestand. „Wir bleiben auch in den kommenden Jahrzehnten Eigentümer, Vermieter und Ansprechpartner der Mieter“, versprach Thede.

Etwas Einmaliges passiere in Itzstedt, die kleine Gemeinde kümmere sich um bezahlbaren Wohnraum und gebe so Itzstedtern die Möglichkeit, vor Ort zu bleiben. Die Bedenken, dass der soziale sich zum „asozialen“ Wohnungsbau entwickeln könnte, wischte Thede weg. Bisher habe Semmelhaack immer eine gute soziale Mischung hinbekommen, die Wohnkomplexe sähen schier und sauber aus.

Da die Niveauverhältnisse der Straßen noch nicht ermittelt sind, konnte der Architekt nur einen Rohentwurf zeigen. Die drei Gebäude im Komplex seniorengerechtes Wohnen sind baugleiche Vollgeschosse.

Für die beiden unteren Geschosse ist gelber Klinker vorgesehen, das Obergeschoss soll in Hellputz erhalten, um es optisch abzusetzen. Wegen der Bedenken einiger Anwohner, die sich von der Gebäudehöhe beeinträchtigt fühlen, wird vermutlich auf ein Hochparterre verzichtet.

Die Ein- bis Dreizimmerwohnungen werden etwa 50 bis 75 Quadratmeter groß sein. Die öffentlich geförderten Wohnungen liegen eher im Erdgeschoss und in Treppennähe. Als Kaltmiete sind 5,65 Euro pro Quadratmeter veranschlagt, für die freifinanzierten Wohnungen wird sie um neun Euro liegen. Für jede Wohnung gibt es einen Parkplatz und eine Stellfläche im Keller. „Auch Raum für Spielplätze ist vorgesehen“, erläutert Krispin. Für die Senioren könnten Boule- oder Boccia-Flächen angelegt oder Senioren-Fitnessgeräte aufgestellt werden. Außerdem ist eine eigene Wärmeeinheit angedacht. Und über Ladestationen für E-Bikes muss ebenso nachgedacht werden.

Da der Bebauungsplan Nummer 20 wegen eines Verfahrensfehlers nochmals ausgelegt werden muss, verschiebt sich die Erschließung durch die Landgesellschaft auf 2018. Mit dem Baubeginn wird Ende 2018 gerechnet, die Fertigstellung auf Ende 2019/Anfang 2020 terminiert. Anfang kommenden Jahres wird es eine Einwohnerversammlung zu dem Thema geben.

Von Silvie Domann

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