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Segeberg 96 Prozent wählen Jörg Nero zum Kreiswehrführer
Lokales Segeberg 96 Prozent wählen Jörg Nero zum Kreiswehrführer
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21:51 16.04.2018
Zum ersten Mal hielt Holger Gebauer, hier mit Sebastian Sahling, Sönke Möller und Thomas Küpers (v. re), die Feuerwehr-Drohne in der Hand, für die er während seiner Amtszeit geworben hatte.
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Ellerau

Nach dem überraschenden Rücktritt von Holger Gebauer hatte Jörg Nero aus Groß Kummerfeld den Kreisfeuerwehrverband bereits kommissarisch geleitet, nachdem er zusammen mit Michael Dahlke, Amtswehrführer aus Bornhöved, Gebauer zuvor als Stellvertreter unterstützt hatte. Im Januar 2018 aber hatte Holger Gebauer sein Amt niedergelegt, weil er seinem eigenen Anspruch nicht mehr gerecht werden konnte, begründete er diesen Schritt damals.

Ein solches Wahlergebnis ist selten: Mit 187 von 195 abgegebenen Stimmen und damit fast 96 Prozent wählten die Delegierten des Kreisfeuerwehrverbandes am Freitag Jörg Nero zu ihrem neuen Kreiswehrführer. Er tritt die Nachfolge von Holger Gebauer an.

Zum ersten Mal in Händen hielt Holger Gebauer während der Sitzung in Ellerau die neue Feuerwehr-Drohne, die während seiner Zeit als Kreiswehrführer ganz oben auf seiner Wunschliste gestanden hat.

Gebauer war bereits im zarten Alter von elf Jahren in die Feuerwehr eingetreten. Über Jahrzehnte arbeitete der EDV-Fachmann nicht nur im Vorstand seiner Heimatwehr Kaltenkirchen mit, sondern auch im Kreisfeuerwehrverband, dessen Wehrführer er schließlich wurde. Einer, der lange mit ihm zusammengearbeitet hat, ist der ehemalige Kreiswehrführer Hans-Jürgen Berner, der die Laudatio für Holger Gebauer hielt, der für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Gold geehrt wurde. „Der Blaulichttag zum 125-jährigen Bestehen des Kreisfeuerwehrverbandes war ein Highlight mit großer Außenwirkung“, sagte Landrat Jan Peter Schröder, der Jörg Nero zu seinem überaus guten Wahlergebnis gratulierte. Die Neuwahl bezeichnete Schröder als Chance, neu zu starten und wieder Ruhe in den Kreisfeuerwehrverband zu bringen.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Stefan Weber bedauerte, dass der Respekt Einsatzkräften gegenüber immer mehr abnehme. Allein in Schleswig-Holstein seien im vergangene Jahr 142 Fälle gemeldet worden, in denen Einsatzkräfte bepöbelt worden seien. „142 Fälle sind 142 zu viel.“

Während der Versammlung wurden Kreisjugendwart Sebastian Sahling und Sven Ehmke von der Feuerwehr Wahlstedt zu Beisitzern des Kreisfeuerwehrverbandes gewählt. Löschmeister Uwe Albrecht (Feuerwehr Klein Rönnau) wurde mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet. Rolf Wunderlich von der Feuerwehr Bad Segeberg erhielt das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. Wolfgang Krause, ebenfalls aus Bad Segeberg, wurde die Ehrenmitgliedschaft in der Feuerwehr verliehen.

 pd

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