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Segeberg A 21: Schwertransporter bleibt in Abfahrt stecken
Lokales Segeberg A 21: Schwertransporter bleibt in Abfahrt stecken
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21:34 19.04.2016
Jetzt müssen wohl Schilder und Leitplanken abmontiert werden, damit der Schwertransport die Stelle passieren kann. Quelle: Danfoto
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Trappenkamp

Der Lkw mit einem vier Meter breiten Bürocontainer auf dem Anhänger war von Bad Segeberg kommend unterwegs auf dem Weg nach Bornhöved. Kurz vor Mitternacht wollte der Fahrer vom Schwertransportunternehmen Doste die Ausfahrt nehmen, um nach Bornhöved zu fahren, konnte aber schon bei der Anfahrt auf den Kreisel am Ende der Rampe erkennen, dass er dort mit dem breiten Anhänger nicht durchkommt — der Brummi blieb in der Auffahrt stehen.

Seit heute Nacht steckt ein Schwertransporter in der Anschlussstelle der A 21 Richtung Trappenkamp/Bornhöved fest.

 Die Polizei sperrte daraufhin die Ausfahrt, Mitarbeiter der Straßenmeisterei bauten gestern Vormittag diverse Verkehrsschilder ab, sodass der Schwertransporter langsam durch den Kreisel fahren konnte. „Wären die Schilder vorher abmontiert worden, wäre die Fahrt kein Problem gewesen“, sagt Manfred Doste, Chef des betroffenen Transportunternehmens. In der Regel seien solche Verkehrszeichen beweglich, könnten entfernt und nach der Durchfahrt wieder eingesteckt werden, so Doste. „Diese waren einbetoniert. Der Fahrer wollte keinen Schaden verursachen.“

Eine andere Route wäre für den Schwertransport mit einem Gesamtgewicht von 107 Tonnen nicht möglich gewesen, sagt Doste. Auf anderen Strecken hätte die Tragfähigkeit der Brücken nicht mitgemacht.

„Deshalb müssen wir in letzter Zeit häufiger durch so enge Kreisverkehre“, erklärt er.

Dabei wurden die Kreisel an der Auf- und Abfahrt Trappenkamp bereits vergrößert, wie sich Werner Schultz erinnert. Vor gut zehn Jahren wurden die Kreisel gebaut, da war Schultz Bürgermeister in Trappenkamp. „Mit einem wahnsinnig hohen Hochbord am inneren Rand. Bestimmt 20 Zentimeter.“ Ständig seien auch normale Lkw dagegen „gebrettert“, sodass sich die lokale Wirtschaft beschwerte.

Briefe an Ministerpräsident und Wirtschaftsministerium wurden geschrieben, der Verkehrsaufsicht die Problematik mit verschiedenen Lkw-Typen demonstriert. Mit Erfolg. Der Hochbord wurde abgeflacht, die Fahrbahn verbreitert — um einen fast einen Meter breiten, rot abgesetzten Asphaltstreifen. Ohne diesen hätte wohl auch das Abmontieren von Verkehrsschildern gestern nicht viel gebracht, um den Schwertransporter aus der Patsche zu helfen.

Von nam

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