Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Segeberg A21: Polizei jagt hinter Wohnmobil her
Lokales Segeberg A21: Polizei jagt hinter Wohnmobil her
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:14 02.11.2017
Nach einer wilden Verfolgungsjagd über die Autobahn 21 hat die Segeberger Polizei am Mittwoch vier Männer vorläufig festgenommen. 
Anzeige
Trappenkamp

Die Polizei war am Mittwoch kurz nach 10.30 Uhr von einem Zeugen benachrichtigt worden, wonach vor ihm auf der Autobahn 21 in Richtung Norden ein Wohnmobil in „Schlangenlinien“ fahre. Weiterhin, so teilte der Zeuge mit, variiere die Geschwindigkeit stark und der Fahrer blinke mehrmals ohne ersichtlichen Grund.

Die Beamten der Polizeistation Trappenkamp, die sich auf den Weg machten, glaubten zunächst an einen betrunkenen Fahrer. Sie entdeckten das Wohnmobil auf der A 21 zwischen Trappenkamp und Bornhöved. Und sie wollten das Fahrzeug an der Anschlussstelle Bornhöved von der Autobahn runterlenken und kontrollieren.

„Anstatt den Beamten zu folgen, ignorierte der Fahrer die deutlichen Anhaltezeichen, wendete mitten auf der Autobahn und fuhr durch den dortigen Baustellenbereich auf ein noch nicht freigegebenes Teilstück der Autobahn, um dann wieder durch den Baustellenbereich in Richtung Süden zu fahren“, sagte Arnd Habermann, Sprecher der Polizeidirektion Bad Segeberg.

Die Beamten nahmen mit Blaulicht und Martinshorn die Verfolgung des Wohnmobils auf. „Anhaltezeichen wurden weiterhin nicht befolgt“, so Habermann. Kurz vor der Anschlussstelle Trappenkamp hielt das Fahrzeug dann plötzlich doch an. Neben dem Fahrer und Beifahrer befanden sich noch zwei weitere Personen in dem Fahrzeug. „Wie sich bei der Kontrolle herausstellte, wurde das Wohnmobil am 21. Oktober in Hamburg gestohlen und danach bereits bei einem Ladendiebstahl auf dem Rasthof Buddikate an der Autobahn 1 genutzt“, teilte Habermann weiter mit.

Mit weiteren Beamten, die zur Unterstützung gerufen worden waren, wurden alle vier Personen vorläufig festgenommen und aufs Polizeirevier Bad Segeberg gebracht. Bei den Festgenommenen handelt es sich laut Habermann um einen 33-Jährigen aus Montenegro, zwei 20- und 27-jährige Algerier und einen 18-jährigen Marokkaner. Alle vier Personen gaben Wohnanschriften in Hamburg an. Nach den polizeilichen Maßnahmen seien zwei Personen wieder aus der Haft entlassen worden. Gegen die beiden Haupttäter würden jetzt mögliche Haftgründe geprüft.

hol

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige