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Segeberg Abenteuer Amerika: Niklas geht für ein Jahr in die USA
Lokales Segeberg Abenteuer Amerika: Niklas geht für ein Jahr in die USA
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20:21 30.07.2016
Niklas Rosinke aus Pronstorf geht für ein Jahr in die USA. CDU-Bundestagsabgeordneter Gero Storjohann überreichte ein Geschenk. Quelle: sd

Niklas Rosinke aus Pronstorf erfüllt sich einen Kindheitstraum. Der 16-Jährige geht im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogrammes (PPP) des Deutschen Bundestages für ein Schuljahr in die USA, nach Grand Rapids in Michigan. Nun wurde er von seinem Paten, dem CDU-Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann, verabschiedet.

„Ich bin Einzelkind, ich freue mich – aber es wird eine Veränderung sein.“Niklas Rosinke zieht zu einer Großfamilie

„Seit ich zehn Jahre alt bin, habe ich Lust auf Amerika“, sagt der Zehntklässler der Schule am Burgfeld. Da Aufenthalte sehr teuer seien, habe er nach Möglichkeiten für Stipendien gesucht. Karen Kierig, eine Kollegin seiner Mutter Ellen, gab den entscheidenden Tipp, sich bei PPP zu bewerben. Ein Vollstipendium, das die Kosten für Reise, Unterkunft und Ausbildung beinhaltet. Was Niklas auch tat. Ein Assessment-Center musste er durchlaufen: zwei zehnminütige Vorträge auf Deutsch und Englisch und diverse Sprachtests. „Drei Stunden, das war anstrengend. Etwa 200 Bewerber aus dem Wahlkreis haben mitgemacht“, erklärt Niklas. Er bestand den Tag und seine Bewerbung landete auf dem Schreibtisch von Storjohann. „Ich hatte drei bis vier Bewerber zur Auswahl“, erinnerte sich der Bundestagsabgeordnete. Er habe nach einem jungen Menschen gesucht, der ein guter Botschafter für Deutschland ist und diesen in Niklas gefunden. „Mir hat seine Natürlichkeit gefallen und seine SV-Arbeit begeistert“, begründete Storjohann seine Auswahl.

Niklas ist weder in der Jungen Union, noch besonders fit in Sachen Politik, dafür aber gut in Englisch und Französisch. Außerdem spielt er Badminton und geht ins Fitnessstudio.

Ein einwöchiges Vorbereitungstreffen hat Niklas in Berlin bereits absolviert und Grundlagen der deutschen und US-amerikanischen Politik gelernt. Außerdem gab es gruppendynamische Spiele. In Grand Rapids wird er zwei Vorträge in sozialen Einrichtungen wie Kindergarten, Schule oder Altenheim halten. Außerdem gehören 50 „Sozialstunden“ dazu. Bei 100 Stunden gibt es eine Auszeichnung. Am Ende des Aufenthaltes gehört eine Nachbereitung in Washington zum Programm.

Niklas wird bei Jeremy und Mary Kempker und deren fünf Kindern wohnen. „Ich bin Einzelkind, ich freue mich – aber es wird eine Veränderung sein.“ Etwa 200000 Einwohner hat Grand Rapids und ist landschaftlich schön gelegen, in der Nähe von Lake Michigan. Er wird auf die West Michigan Academy mit dem Schwerpunkt Umweltwissenschaften in Walker gehen. „Ich hätte gern meinen Führerschein in den USA gemacht, doch das ist aus versicherungstechnischen Gründen nicht möglich“, bedauert Niklas, der sich riesig auf seinen Aufenthalt freut. Genau wie Mutter Ellen. „Ich freue mich für meinen Sohn.

Es ist aber auch ein komisches Gefühl. Wenn es ihm gut geht, bin ich zufrieden.“ Niklas beruhigt. „Dank Skype und Whats-App bin ich nicht wirklich weg.“ Am 2. September geht das Abenteuer für Niklas los.

Das PPP richtet sich an Schüler sowie junge Berufstätige. Die Bewerbungsfrist für das Jahr 2017/2018 endet am 16. September. Weitere Informationen unter www.bundestag.de/ppp

Silvie Domann

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