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Segeberg Abfall und Kommunale Dienste werden teurer
Lokales Segeberg Abfall und Kommunale Dienste werden teurer
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20:10 07.12.2017
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Alveslohe

Vor fünf Jahren hatte der WZV das Bio-Plus-Tarifsystem eingeführt, bei dem sich die Höhe des jährlichen Entgeltes an der Größe der Biotonne orientiert. Die Kosten für die WZV- Kunden konnten zunächst verringert werden, weil Mittel in der Entgeltausgleichsrückstellung verrechnet werden konnten. Die Rücklage aber war bereits 2015 aufgebraucht. Weitere Kostensteigerungen führten schließlich zu höheren Tarifen.

Bisher zahlten die Verbraucher für die am meisten gebuchte Tonnenkombination BioPlus S (80-Liter-Bio, 240-Liter-Papier, 120-Liter-Restabfall bei zweiwöchentlicher Abfuhr) 216 Euro im Jahr. 2018 werden dafür 223,80 Euro fällig. Bei der Tonnenkombination M (120-Liter-Bio, 240-Liter-Papier und 120-Liter-Restabfall bei vierwöchentlicher Abfuhr) steigen die Kosten von 194,40 Euro jährlich auf 199,80 Euro. Die gleiche Tonnenkombination bei zweiwöchentlicher Abfuhr steigt von 223,20 Euro auf 229,80 Euro.

Bei den Kommunalen Diensten werden auch die Gemeinden tiefer in die Tasche greifen müssen. So steigen die Fahrzeugkosten (Lkw, Unimog, Kehrmaschinen) im Schnitt um fünf Prozent. Neu eingeführt wurde zudem eine Kostenbeteiligung für Maßnahmenberatung und Kostenkalkulation. Hier verlangt der WZV bei Projektgrößen bis 9999 Euro künftig 200 Euro. Für Projekte ab 10000 Euro werden zwei Prozent der Kostenkalkulation fällig. Falls der entsprechende Auftrag dem WZV übertragen werden sollte, würden diese verrechnet.

Unmut erregte ein dickes Minus bei der Unterhaltung/Winterdienst der GIK-Wege (Gemeindeverbindungswege I. Klasse) in 2016. Bei einem Volumen von 450000 Euro wurde der Ansatz um 285500 Euro überschritten. Fachbereichsleiter Jan Lawerentz begründete die hohen Kosten mit zunehmendem landwirtschaftlichen Verkehr, Schwerlastverkehr und Ausweichverkehr, den Baustellen auf Kreis-, Land-, Bundesstraßen und Autonbahnen mit sich bringen würden. „Dass GIK-Wegenetz ist für das derzeitige Verkehrsaufkommen unzureichend ausgebaut“, sagte Lawerentz. Kritik kam prompt. „Mir ist schleierhaft, wie man bei einer Topfgröße von 400 000 Euro 200000 Euro mehr ausgeben kann“, sagte Klein Rönnaus Bürgermeister Dietrich Herms verärgert. Ihm ging besonders gegen den Strich, dass in der GIK-Pauschale Leistungen enthalten seien, die seine Gemeinde gar nicht in Anspruch nehmen würde. Die Arbeitsgemeinschaft „Wege“ soll nun Lösungen finden.

pd

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