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Segeberg Abschiedslied in Himmelblau für die Bürgervorsteherin
Lokales Segeberg Abschiedslied in Himmelblau für die Bürgervorsteherin
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20:39 06.11.2017
Für Ingrid Altner war es der letzte Feuerwehrball in ihrer Funktion als Bürgervorsteherin. Feuerwehrchef Mark Zielinski hatte ihr ein Lied im Showprogramm gewidmet. Quelle: Fotos: Petra Dreu
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Bad Segeberg

Mit 246 angemeldeten Gästen feierten Bad Segebergs Feuerwehrleute nicht nur eine rauschende Ballnacht mit der Band „Babs & Friends“, sondern traditionell sorgten sie mit ihrem Kabarettprogramm für den humorvollen Teil des Abends. Den hatten sie im Vitalia Seehotel unter das Motto „Bad Segeberg querbeat“ gestellt, um einen Streifzug durch die großen Fernsehshows der 70-er und 80-er Jahre zu unternehmen.

Nelkenweg, Mitfahrbänke, anspruchsvolle und feierfreudige Polizeibeamte im Containerdorf, Zasterlaster und Künstlerpech: In ihrem Kabarettprogramm während des Feuerwehrballs legten Bad Segebergs Brandschützer auf humorvolle Art und Weise den Finger in die Wunden der Stadt.

„Einer wird gewinnen“, „Am laufenden Band“, „Dalli Dalli“ oder die „ZDF-Hitparade“: Den Ballbesuchern und „Kamerakind Uwe“ kam vieles bekannt vor, was sich die Feuerwehrleute nicht nur musikalisch für den Abend vor die Brust genommen hatten. „Damals gab es den Segen der Menschheit – den Sendeschluss. Nachts wurde man vom Piepen des Fernsehers wach. Man musste hin, um ihn auszumachen. Zu Fuß. Fernbedienungen nämlich gab es noch nicht“, schwärmte Moderator Oliver Schulz, der in die Rolle von Joachim Kulenkampff, Hans Rosenthal, Rudi Carrell oder Michael Schanze schlüpfte.

Ebenso bunt wie das Programm waren die Kostüme der Feuerwehrleute, die farbenfroher kaum hätten sein können. Ob als Blues-Brothers, Gesangs-Duo Baccara, als Karel Gott und Darinka, Weather Girls oder als Albano und Romina Power: Sie Feuerwehrmänner und- frauen können auch singen, wie Dennis Strache mit dem Lied „Feuerwehr“ besonders unter Beweis stellte. Übertroffen wurde ihr Flower-Power-Outfit nur noch durch den Anzug von Wehrführer Mark Zielinski. Dieser strahlte in einem Himmelblau, auf dem die aufgedruckten roten Tulpen besonders gut zur Geltung kamen. „Keine war so wunderbar wie Du“, sang er zum Abschied von Ingrid Altner, die im nächsten Jahr nicht mehr zur Kommunalwahl antreten möchte und somit als Bürgervorsteherin an ihrem letzten Ball teilgenommen hat.

In seiner Rolle als Nachrichtensprecher hielt Oliver Svensson Politik und Verwaltung aus einem gebastelten Fernseher heraus den Spiegel vor. Eines seiner Themen: das „Neubaugebiet“ am Segeberger Ortsrand. „Eigentlich konzipiert für Flüchtlinge, die dann gar nicht erst kamen, durften dort die zum G 20-Gipfel angereisten Polizeieinheiten Urlaub auf dem Lande machen. Während die Rheinland-Pfälzer so viel Idylle nicht ertragen konnten und gleich wieder abreisten, nutzen die Berliner das geschützte Biotop, um ihren Ur-Trieben freien Lauf zu lassen: Freiluft-Sex, Saufen, wildes Urinieren“, so Svensson. Diejenigen, die Angst gehabt hatten, dass sich Flüchtlinge in der deutschen Zivilisation nicht benehmen könnten, hätten in den Ordnungshütern ihren Meister gefunden.

Von Petra Dreu

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