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Segeberg Ärztekammer zieht mit 90 Mitarbeitern in den Levo-Park
Lokales Segeberg Ärztekammer zieht mit 90 Mitarbeitern in den Levo-Park
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21:22 21.12.2015
Perfekte Logistik: Nur mit der Telekommunikation gab es Probleme.

„Dreimal umgezogen ist wie einmal abgebrannt“, heißt es im Volksmund. Die Ärztekammer Schleswig-Holstein ist gerade dabei, aus der Bismarckallee 8-12 mit Schreibtisch, Bürostuhl und allen Habseligkeiten in 1400 Umzugskartons in ein für sie hergerichtetes Bürogebäude im Levo-Park zu ziehen. In anderthalb Jahren steht dann „Umzug Nummer 2“ an, zurück in das komplett sanierte und erweiterte Zuhause in die Bismarckallee. Es wird hoffentlich das letzte Mal sein — sonst siehe oben.

Das alte Ärztekammer-Gebäude von 1976 soll für fast sieben Millionen Euro erneuert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden. Dafür, dass er gerade mit 90 Mitarbeitern umsiedelt, sieht der kaufmännische Geschäftsführer Karsten Brandstetter relativ relaxt aus. Die meisten Kollegen seien während der heißen Phase des Umzugs jetzt für sechs Tage in den „Zwangsurlaub“ geschickt worden.

„Die eine oder andere Träne ist geflossen“, berichtet der Chef. Einige arbeiteten hier über 30 Jahre. Ab Anfang des Jahres werde ihr Haus „entkernt“. Etliche Mitarbeiter haben sich noch mit bunter Farbe auf der Raufaser-Tapete im Büro verewigt.

Alles habe gut geklappt. Vieles sei digitalisiert. Altes, nicht mehr benötigtes Papier sei vernichtet worden. Jeder Umzugshelfer kennt das, wenn ein notorischer Mehrfach-Umzieher jedes Mal 40 Spiegel-Jahrgänge schleppen lässt. Nicht so die Ärztekammer. Auch muss hier kein Kollege, was anfangs befürchtet wurde, selbst Kartons oder Möbel schleppen. Rückenschule sei nicht verordnet worden.

„Jaguarring 16, Gebäude 7“, heißt ab dem 4. Januar die neue Bad Segeberger Adresse in der ehemaligen Kaserne. Viel Besucherverkehr habe die Ärztekammer ohnehin nicht, vieles laufe mit den 16000 Mitgliedern per Mail. Die Bildungseinrichtung der Ärztekammer bleibt in der Esmarchstraße.

Der größte „Knackpunkt“ sei gewesen, alle Standorte in Bad Segeberg zu vernetzen. Dazu wollte ein Anbieter gar für den Gegenwert eines Einfamilienhauses Glasfaser verlegen. Brandstetter ist noch immer bedient: „Wir hatten nie den Eindruck, dass hier ein Telekommunikationsanbieter im Interesse des Kunden agiert. Mit denen haben wir es irgendwann aufgegeben.“ Im Levo-Park werde es etwas enger, dort werde man für anderthalb Jahre auf 2500 Quadratmeter zusammenrücken. „Einige Dinge müssen sich einpendeln.“ Das Levo-Park-Bistro wird zur Kantine. Und in der Landesunterkunft für Asylbewerber nebenan möchte man sich ehrenamtlich engagieren. Brandstetter: „Wir sind aber erschrocken über den sehr mauerähnlichen Holzzaun quer durch den Levo-Park, den man dort jetzt baut.“

Erweiterung der Fläche um zehn Prozent
7 Millionen Euro beträgt das Investitionsvolumen für die Heimat der Ärztekammer. 3500 Quadratmeter Büroflächen werden dabei komplett saniert und völlig neu verkabelt. Auch Fenster und Heizungsanlage werden erneuert. Es bleiben nur die Grundmauern stehen. Das Gebäude des Aufsichtsorgans für Ärzte stammt noch aus den 70er Jahren. Abriss und Neubau — das hätte fast zwei Millionen Euro mehr gekostet. Das Gebäude soll laut Bauantrag mit einem Staffelgeschoss aufgestockt werden, eine Erweiterung der Fläche von rund zehn Prozent.

Wolfgang Glombik

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