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Segeberg Aktion „Deckel gegen Polio“: Hausfrauen sammeln säckeweise
Lokales Segeberg Aktion „Deckel gegen Polio“: Hausfrauen sammeln säckeweise
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20:10 21.03.2015
Tatkräftige Frauen: Tausende Plastikdeckel haben sie gesammelt. Quelle: Fotos: hil
Wahlstedt

Gestern kamen Frauen aus ganz Schleswig-Holstein in Wahlstedt zusammen, um säckeweise bunte Plastikdeckel für einen guten Zweck abzuladen.

Menschen sammeln bekanntlich alles mögliche. Briefmarken beispielsweise oder Anstecknadeln. Kugelschreiber, Klebebildchen, Fossilien oder Bierdosen. Nicht gerade bekannt ist, dass Leute sogar Verschlüsse von Flaschen und Tetrapacks horten. Es gibt seit ein paar Monaten sogar einen Verein, der sich „Deckel drauf“ nennt. Seinen Ursprung hat er im Rotary Club Lauenburg-Mölln. Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich mit ihrer Sammelleidenschaft zugunsten der Initiative „End Polio now“ anzustecken.

Denn die Mitglieder von „Deckel drauf“ hängen ihre kleinen Plastiktrophäen nicht an Wände oder kleben sie in Alben. Sie horten sie, um sie an Verwerter zu verkaufen. Mit dem Erlös werden weltweit Impfaktionen gegen Polio finanziert. Tauschwert: 500 Deckel für eine Impfung.

Die tatkräftigen Frauen vom DHB Netzwerk haben die Initiatoren überzeugt. Über 370 Kilogramm haben sie seit Oktober im ganzen Norden zusammengetragen. Umgerechnet sind das weit über 185000 wertvolle Deckel, also mindestens 370 Schluckimpfungen sind zusammengekommen. Und das soll erst der Anfang sein.

„Wenn ich Leergut bei den Discountern gesehen habe, bin ich hin, habe die Deckel abgeschraubt und mitgenommen“, sagt Adella Jacobsen, Vorsitzende des Wahlstedter Ortsverbands und lacht. „Das war meinem Mann zwar ein bisschen peinlich, aber es ist doch für eine wirklich tolle Sache.“ „Es ist eine super Aktion, die man unbedingt unterstützen muss“, unterstreicht Renate Pommer aus Geesthacht.

Sie weiß wovon sie spricht, denn sie erkrankte selbst als Baby an Kinderlähmung.

Eine Mitstreiterin aus Schleswig bekam sogar tütenweise Plastikverschlüsse aus Urlaubsländern mitgebracht. Sie werden an einen Verwerter verkauft, geschreddert, eingeschmolzen und so zu neuem Rohstoff für Parkbänke oder Zaunpfeiler, wie Bettina Kramer vom Wege-Zweckverband berichtet. Der WZV unterstützt die Aktion ebenfalls als Sammelstelle.

Geboren ist das Vorhaben, nachdem der Rotary Club aus dem portugiesischem Sintra sein Projekt vorstellte. Er sammelt solche Deckel und finanziert damit Rollstühle für bedürftige Menschen. Und so saßen ein paar Rotarier aus Deutschland zusammen, der Deckel kam quasi ins Rollen. 30 Kubikmeter habe man bisher seit September 2014 zusammengetragen. „Wir müssen alles dafür tun, dass Kinderlähmung aus der Welt verschwindet“, betont Mitorganisator Thomas Lehmacher. Mehr Infos im Internet unter www.deckel-gegen-polio.de

Heike Hiltrop

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