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Segeberg Aktiv mit Handicap: Im Team zum Erfolg
Lokales Segeberg Aktiv mit Handicap: Im Team zum Erfolg
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20:19 17.05.2018
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Kiel/Segeberg/Mölln

Die Geräuschkulisse in der Schwimmhalle an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) ist ohrenbetäubend. Anfeuerungsrufe von Teamkollegen und Besuchern mischen sich mit Jubelschreien, während die Schwimmer die letzten Zentimeter ihrer Bahnen durchpflügen. 100 Meter Brust der Herren. Einer von etlichen Wettkämpfen an diesem Tag, an dessen Ende Stefan Schütt mit einer Bronzemedaille um den Hals von seinen Sportfreunden aus dem Team Lebenshilfewerk Mölln-Hagenow beglückwünscht wird. „Brustschwimmen ist meine Spezialdisziplin, das ist sehr anspruchsvoll“, sagt der 32-Jährige, der schon zum vierten Mal dabei ist, und schaut auf das Edelmetall um seinen Hals. Seine Teamkollegin Nicole Hagemann holt sogar Gold.

Die Stimmung auf den Sportstätten ist ausgelassen und fröhlich, das Rahmenprogramm kommt gut an. Selbst wenn es mal irgendwo hakt: ein freundliches Wort – und schon flutscht es wieder. „Gemeinsam stark“ ist das Motto der Special Olympics und das wird von allen der knapp 14000 Teilnehmer gelebt – mittendrin die rund 4600 Athleten mit geistiger oder mehrfacher Alltagseinschränkung.

„Die Freude bei den Teilnehmern und wie offen alle miteinander umgehen: Das ist sehr beeindruckend.“ Besucher Malte Kutsch schwärmt geradezu, wollte eigentlich nur mal gucken und ist „hängen geblieben“. Björn Otto, Sonderbeauftragter für Westernreiter mit Handicap und selbst erfolgreicher blinder Turnierreiter, ist ganz gezielt hier, um zu „netzwerken“, damit womöglich eine Kooperation zwischen Special Olympics Deutschland (SOD) und den Westernreitern entsteht. So eine, wie sie just am Mittwoch mit dem Deutschen Turner-Bund (DTB) für den Kinder- und Jugendbereich geschlossenen wurde. Lebenswelten inklusiv gestalten, darum geht es dieser Tage in Kiel nicht nur in einem begleitenden Kongress.

Von einem Ansturm kann jedoch keine Rede sein. Besucher machen sich bei vielen der Wettkämpfe eher rar.

Die Fußballer sind ganz unter sich. Was der Spielfreude aber keinen Abbruch tut: „Die Stimmung ist super und unsere Unterkunft verdient auf jeden Fall eine Goldmedaille“, fasst Coach Thorsten Stender von den Segeberger Wohn- und Werkstätten Kaltenkirchen zusammen. Zwar habe ihnen die Kasseler Werkstatt mit einem 5:1 zunächst den Schneid abgekauft, aber dank des anschließenden 5:2-Sieges gegen Hagesfelde seien alle zufrieden. Spieler Simon Stolz aus Quaal nickt: „Es ist schön hier, wir haben viel Spaß.“ Und damit meint er nicht nur den Sport, sondern auch das Miteinander.

Franz Bechler aus Norderstedt, Leichtathlet und Floorballer, ist derweil mit zwei Silbermedaillen seinem großen Traum einen Schritt näher gerückt: den World Summer Games 2019 in Abu Dhabi.

Von Heike Hiltrop

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