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Segeberg Neue Chance für Gemeinden
Lokales Segeberg Neue Chance für Gemeinden
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18:08 30.08.2018
Dr. Dieter Kuhn (v.l.), Sonnele Kolbrink, Andreas Gerckens, Bernd Gundlach und Ulrich Bärwald. Quelle: Bettina Albrod
Bargfeld-Stegen

2008 entstand in den Kreisen Stormarn und Segeberg die Aktivregion Alsterland. Aktivregionen sind Bestandteil des Förderprogramms „Landesprogramm ländlicher Raum“ des Landes Schleswig-Holstein. Sie erhalten Fördermittel aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“ (ELER). Ziel ist es, den ländlichen Raum zu stärken und nachhaltig zu gestalten. „Die kreisübergreifende Arbeit ist im Land einmalig“, erklärt Regionalmanager Dr. Dieter Kuhn. „Bei Themen wie Naherholung, Freizeit, Wirtschaft oder demografische Entwicklung haben beide Kreise die gleichen Probleme und das gleiche Potenzial.“

Genutzt werden kann das durch neue Projekte, die über eine Anschubfinanzierung aus den Fördertöpfen der Aktivregion auf den Weg gebracht werden. Es gibt bis zu 50 Prozent, höchstens 100 000 Euro. So werden landesweit neue Projekte initiiert. 2019 soll das gesamte Gebiet der Aktivregion als zusammenhängendes Wanderwegnetz mit 20 Routen vorgestellt werden.

In der ersten Förderperiode bis 2014 flossen knapp 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln, aktuell wird mit 2,86 Millionen Euro unterstützt. „Die Förderung ist ein Impuls für die Gemeinden, größere Projekte anzugehen“, ergänzt Bernd Gundlach, Vorsitzender der Aktivregion Alsterland.

Projekte findet man in Stormarn im Elmenhorster Garten, in der Neugestaltung der Ortsmitte von Bargfeld-Stegen, aktuell in der Ertüchtigung des Ahrensburger Bienen-Lehr- und Schaugartens, in der energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude sowie im Kreis Segeberg in der Neugestaltung des Landschaftsparks am Herrenhaus Borstel. Aber auch eine Tischtennisplatte für die Dorfjugend von Nienwohld wurde bezuschusst. Denn mit zwei einmaligen Fördertöpfen möchte die Aktivregion jetzt auch gezielt junge Menschen ansprechen und so für den Europa-Gedanken begeistern.

„Aus dem Jugendfördertopf finanzieren wir kleinere Projekte ohne Mindestsumme, beispielsweise T-Shirts für die Jugendläufer der Sülfelder Meile“, erläutert Kuhn. „Dazu kommt ein EU-Partnerschaftsfonds, der Ausflüge bei Städtepartnerschaften bezuschusst, um so den Europagedanken zu verwurzeln.“ Der kann bis 2020 auch noch in solchen Gemeinden Fuß fassen, die noch nicht Mitglied der Aktiv­region sind.

„2020 beginnt die neue Förderphase, dazu muss eine neue Strategie entwickelt werden“, sagt Gundlach. Gemeinden, die sich um Aufnahme bewerben, tun dies ebenfalls mit einer Entwicklungsstrategie für den Ort. „Weiße Flecken“ auf der Alsterland-Karte gebe es noch im Amt Oldesloe-Land oder rund um Norderstedt. „Jährlich zahlt man 50 Cent pro Einwohner als Beitrag, die Förderung umfasst ein Vielfaches davon“, sagt Andreas Gerckens, Bürgermeister von Bargfeld-Stegen. Die Gemeinde hat die Fördermöglichkeiten schon häufig genutzt und wird am 8. und 9. September das Fest zur Zehn-Jahr-Feier der Aktivregion mit einem Dorffest ausrichten. Vereine und Verbände stellen sich mit Vorführungen und kreativen Angeboten vor, dazu kommen ein Programm mit viel Musik, Tanz und Grillen sowie ein Open-Air-Gottesdienst.

Info: Das Programm findet man unter www.bargfeld-stegen.de im Internet.

Aktivregion Alsterland

Momentan hat die Aktivregion Alsterland 82 Mitglieder. Davon sind 27 Gemeinden, zwei Städte, drei Ämter, zwei Kreise, 24 Vereine, 17 Privatpersonen und sieben Firmen. Die Mitglieder setzen sich aus Vertretern lokaler öffentlicher und privater sozioökonomischer Interessen zusammen. Die Mitgliederversammlung tritt einmal jährlich zusammen.

Bettina Albrod

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