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Segeberg Albigs Plädoyer für Offenheit und Demokratie
Lokales Segeberg Albigs Plädoyer für Offenheit und Demokratie
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20:37 17.01.2017
Ministerpräsident Torsten Albig im Bürgerhaus von Henstedt-Ulzburg beim Neujahrsempfang des SPD-Kreisverbandes. Hier verfolgten 149 Gäste seiner Rede, die via Handy als Livestream bei Facebook verbreitet wurde. Quelle: Fotos: Heike Hiltrop

„Frieden ist nicht alles, aber alles ist nichts ohne Frieden!“ Mit diesem Zitat von Willy Brandt eröffnete der SPD-Kreisvorsitzende Stefan Weber den Jahresempfang der Segeberger Sozialdemokraten. Knapp 150 Gäste waren der Einladung des Kreisverbandes am Sonntag ins Bürgerhaus von Henstedt-Ulzburg gefolgt. Mit Spannung wurde dabei die Rede von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) erwartet.

Die reihte sich mit einem klaren Statement des Ministerpräsidenten zu Offenheit, Freiheit und Demokratie nahtlos an und machte gleichzeitig deutlich, dass das Einschwören auf den kommenden Wahlkampf eben nicht im Vordergrund der Veranstaltung stand. Die politische Auseinandersetzung passe nicht in einen Neujahrsempfang, so Albig.

Schleswig-Holstein habe die glücklichsten Menschen, weil es eine Bürgergesellschaft habe, die es mit seinem Ehrenamt trage und zusammenhalte. „Und weil wir kein Land sind, in dem es egal ist, wie es dem Nächsten geht. Ein Land das sich auch geformt hat aus dem Gefühl heraus, mit Fremdheit umzugehen“, richtete er seinen Fokus auf das Miteinander und die Flüchtlingssituation in Schleswig-Holstein.

Dabei lobte der Regierungschef auch die Umsicht des Boostedter Bürgermeisters Hartmut König (CDU).

Bezogen auf den Terroranschlag von Berlin mahnte Albig dazu, Mörder deutlich von Flüchtlingen zu unterscheiden. Alle nach Hause zu schicken, sei keine ausreichende Antwort. Die Gesellschaft müsse stark genug sein, um lauten, populistischen, Scheinlösungen zu widerstehen, rief er aus. „Sie dürfen nicht Anlass sein, unsere Humanität kleiner werden zu lassen.“ Und schließlich rührte Torsten Albig doch die Werbetrommel für den Gang zur Urne. „Denn wenn Demokratie beginnt, sich dafür zu schämen, dass sie wählt, dann beginnt sie, ihre eigene Legitimität kleiner zu machen.“

Fast ein ganzes Leben für die Sozialdemokratie

Der SPD-Kreisverband Segeberg kann auf eine ganze Liste langjähriger Mitglieder sehen. Mancher der Genossen bringt sich bereits sein ganzes politisches Leben in die Partei ein. Jürgen Schultz (85) aus Norderstedt ist so jemand. Seit 65 Jahren ist der Schwiegervater von Cordula Schultz dabei. Die Trappenkamperin tritt als SPD-Direktkandidatin im Wahlkreis Segeberg-Ost zur Landtagswahl in Schleswig-Holstein an. Die findet am 7. Mai statt.

Für ihre 50-jährige Mitgliedschaft wurden Georg Oehlrich (Bad Segeberg, Foto oben, v. l.), Freerk Fischer (Itzstedt), Heinz Detloff (Norderstedt), Manfred Lüdemann (Norderstedt), Kreisvorsitzender Stefan Weber und Christel Hutterer (Norderstedt) geehrt, für 40 Jahre Holger Pohlmann (Lentföhrden). Zehn Neumitglieder wurden mit Rosen begrüßt. Zu ihnen zählt Kilian Peters (Rohlstorf). Er trat im vergangenen Jahr mit 17 Jahren in die Partei ein. hil

Heike Hiltrop

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