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Segeberg Alle Fakten zur Bundestagswahl in Segeberg
Lokales Segeberg Alle Fakten zur Bundestagswahl in Segeberg
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20:10 21.09.2017
Bad Segeberg

ATrend zur Briefwahl: Ämter und Kommunen melden auf LN-Nachfrage „so viele Briefwähler wie noch nie“. Allein in Bad Segeberg haben von den 13876 Wahlberechtigten der Kreisstadt 2136 Briefwahlunterlagen angefordert, sagt Ordnungsamtchef Hartmut Gieske. „Das ist die höchste Zahl, die wir bisher in Bad Segeberg bei einer Bundestagswahl ausgegeben haben.“ 1516 waren es noch bei der Bundestagswahl 2013. Das Amt Leezen meldet eine Steigerung von 25 Prozent von 740 auf 922 Briefwähler; im Amt Trave-Land wurden für die 16329 Wahlberechtigten inzwischen mehr als 2000 Briefwahlunterlagen verschickt – gut 400 mehr als 2013. „Es ist bequemer. Und im Gegensatz zu früher müssen für die Beteiligung an der Briefwahl auch keine Gründe mehr vorgegeben werden“, erklärt Holger Pirdzuhn vom Amt Leezen die vermutlichen Ursachen für den Trend.

Bad Segeberg Über 200000 Menschen im Kreis Segeberg sind am Sonntag zur Bundestagswahl aufgerufen. Sie können sich zwischen sieben Direktkandidaten und zwölf Parteien entscheiden. Bei der letzten Bundestagswahl 2013 gaben 75,4 Prozent der Menschen ihre Stimme ab.

Alles zur Wahl

Auf LN-Online.de berichten wir im Vorfeld als auch am Sonntag ausführlich über die Bundestagswahl. Porträts und Videos aller Direktkandidaten sowie Hintergründe, Ergebnisse und aktuelle Entwicklungen auf www.ln-online.de/Wahlkreis8

AWahlberechtigte: Insgesamt sind im Wahlkreis 8 „Segeberg – Stormarn Mitte“ 247216 Personen zur Wahl aufgerufen, 182755 davon im Kreis Segeberg. Die Zahl der Wahlberechtigten hat sich gegenüber 2013 damit um 4285 Personen erhöht. Der Wahlkreis deckt aber nicht alle wahlberechtigten Segeberg ab: Die Menschen im Amt Boostedt-Rickling (9690 Wahlberechtigte) stimmen im Wahlkreis 6 zusammen mit den Neumünsteranern und Plönern ab. Die Stadt Bad Bramstedt (etwa 9200) sowie das Amt Bad Bramstedt-Land (8800 Wahlberechtigte) gehören wiederum zum Wahlkreis 3 „Steinburg – Dithmarschen Süd“.

AParteien und Kandidaten: Sieben Direktkandidaten (CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke, AfD, Freie Wähler) stehen im Wahlkreis 8 auf dem Wahlzettel – zwei weniger als noch 2013. Verschwunden sind die Kandidaten der Piraten und der NPD. Letztere tritt nur noch als Partei an, die Piraten dagegen überhaupt nicht mehr. Zur Wahl stehen außerdem die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD), das Bündnis Grundeinkommen (BGE), die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) und „Die Partei“. Nicht mehr angetreten sind Rentner- und Tierschutzpartei.

AErgebnis 2013: Bei der vergangenen Bundestagswahl hatte die CDU im Wahlkreis 8 klar gewonnen. Kandidat Gero Storjohann holte 45,4 Prozent der Erststimmen und die Partei 40,8 Prozent der Zweitstimmen – ein Plus von 7,9 Prozent. Aber auch die SPD schlug sich gut, konnte um fünf auf 30,1 Prozent zulegen. Erheblich Federn lassen mussten jedoch die Grünen (minus 3,4 auf 8,6 Prozent) und die FDP (minus zwölf auf 5,8 Prozent). Die erstmals angetretene AfD, damals vor allem noch Anti-Euro-Partei, kam aus dem Stand auf 5,0 Prozent.

AWahlbezirke: Im Kreis gibt es insgesamt 249 allgemeine und 32 Briefwahlbezirke. Jedes Wahlbüro muss nach Angaben der Kreisverwaltung mit mindestens fünf und mit maximal neun Personen besetzt sein. Geöffnet sind die Wahllokale von 8 Uhr morgens an bis abends um 18 Uhr. Die Ergebnisse werden am Wahlabend auf der Seite www.segeberg.de veröffentlicht.

Die Wahlkreise in Segeberg

Wahlkreis 008 „Segeberg – Stormarn-Mitte“

Wahlbeteiligung (2013): 75,4 Prozent

Direktkandidaten (Erststimme):Gero Storjohann (CDU), Alexander Wagner (SPD), Ulrike Täck (Grüne), Tobias Mährlein (FDP), Miro Berbig (Die Linke), Heiko Evermann (AfD), Rainer Schuchardt (Freie Wähler)

Parteien (Zweitstimme): CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke, AfD, Freie Wähler, MLPD, BGE, ÖDP, NPD, Die Partei Wahlkreis 006 „Plön – Neumünster“; aus dem Kreis Segeberg nur die Gemeinden des Amtes Boostedt-Rickling Wahlbeteiligung (2013): 73,1 Prozent Direktkandidaten (Erststimme): Melanie Bernstein (CDU), Birgit Malecha-Nissen (SPD), Susanne Elbert (Grüne), Martin Wolf (FDP), Lorenz Beutin (Linke), Bernd Wiegmann (AfD), Holger Steffen (Freie Wähler)

Wahlkreis 003 „Steinburg – Dithmarschen-Süd“; aus dem Kreis Segeberg nur die Gemeinden des Amtes Bad Bramstedt-Land und die Stadt Bad Bramstedt Wahlbeteiligung (2013): 71,6 Prozent Direktkandidaten (Erststimme): Mark Helfrich (CDU), Karin Thissen (SPD), Ingrid Nestle (Grüne), Wolfgang Kubicki (FDP), Björn Thoroe (Linke), Rolf von Rhein (AfD), Helmut Unger (Freie Wähler), Christian Kölle (MLPD)

„Wählen – Wie geht das eigentlich?

Wer für die Bundestagswahl nicht die Briefwahl genutzt hat, kann am Sonntag ins Wahllokal gehen. Die Adresse steht in der Wahlbenachrichtigung. Im Wahllokal wird der Stimmzettel ausgehändigt, nachdem man sich ausgewiesen hat. Bevor man diesen in die Wahlurne einwerfen darf, prüfen Helfer, ob man im Wählerverzeichnis steht.

Die Wahl ist geheim. Deshalb muss der Stimmzettel vor den Blicken anderer geschützt in einer Kabine gekennzeichnet werden. Anders als bei der Briefwahl wird der ausgefüllte Schein nicht in einen Umschlag gesteckt. Er muss noch in der Kabine so gefaltet werden, dass die Stimmabgabe nicht erkennbar ist, wenn der Wähler ihn in die Wahlurne wirft. In der Wahlkabine darf sich immer nur eine Person aufhalten, es sei denn, jemand ist aufgrund von körperlichen Beeinträchtigungen auf Hilfe anderer angewiesen. Zudem darf hier nicht gefilmt oder fotografiert werden. Das Smartphone wird einem aber nicht abgenommen.

Bei der Bundestagswahl hat jeder Wähler zwei Stimmen. Er kann also jeweils ein Kreuz in der linken und rechten Spalte in den dafür vorgesehenen Kreisen machen. Mit der Erststimme wird der Vertreter des eigenen Wahlkreises bestimmt. Die Zweitstimme entscheidet darüber, mit wie vielen Köpfen eine Partei später im Bundestag vertreten ist. Auch nur ein Kreuz ist gültig. Die Entscheidung muss eindeutig erkennbar sein. Ist ein Wahlzettel nicht ausgefüllt, dann ist er ungültig – ebenso wenn er Kommentare oder Kritzeleien enthält.

Sollte man seinen Stimmzettel aus Versehen ungültig gemacht oder sich „verwählt“ haben, kann man sich von den Wahlhelfern einen neuen geben lassen. Der alte muss vor ihren Augen vernichtet werden.

Oliver Vogt

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