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Segeberg Alles in Eigenleistung: Unterstand ist fast fertig
Lokales Segeberg Alles in Eigenleistung: Unterstand ist fast fertig
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20:49 15.06.2015
Während die einen in der Erde buddelten, bauten Helge Thissen, Harald Münch und Frank Losser (v.l.) den Unterstand auf. Quelle: Dreu

Ziemlich genau fünf Jahre ist es her, als in Geschendorf aus einer Idee nach einem verregneten Kindervogelschießen im Jahr 2006 ein Gemeinschaftsprojekt wurde: Mit vereinten Kräften sammelte das Dorf für einen Unterstand am Bolzplatz, der diesen neu beleben und gleich mehrere Funktionen für Geschendorf übernehmen sollte. Am vergangenen Sonnabend wurde mit vereinten Kräften wieder gebuddelt und geschraubt — denn spätestens zum Kindervogelschießen am 11. Juli soll das Bauwerk fertig sein.

Nach und nach hatten die Geschendorfer bereits die Vorarbeiten erledigt, so dass die beiden Tischler des Dorfes, Helge Thissen und Harald Münch, zusammen mit Handlanger Frank „Butschi“ Losser am Sonnabend damit beginnen konnten, die fertig zugeschnittenen Balken aufzustellen. 75 Quadratmeter Grundfläche soll der Unterstand haben, von denen 25 Quadratmeter geschlossen werden.

Ursprünglich sollten hier die Toiletten eingebaut werden, doch inzwischen haben die Geschendorfer einen WC-Container, der ebenso gute Dienste leistet. „Der Container kann eigentlich dort stehen bleiben“, sagt Michael Köpke, der mit seinem Rennleitungsteam vom 24-Stunden-Rennen dem Projekt nicht nur finanziell auf die Beine geholfen hat. Er und seine Mitstreiter waren immer die Ersten, die am Wochenende in die Arbeitsklamotten gestiegen sind, um für das Gemeinschaftsprojekt zu schuften. Dazu gehörte auch, Gräben für die Wasserleitungen und Elektrokabel zu buddeln. Die letzten Meter waren am Sonnabend dran.

Um sieben Uhr standen Michael Köpke, Kai Bembenek, Andreas Weihmann, Kai Boekhoff, Siggi Mesenbring, Chris Weisflog und Falk Köpke mitsamt Schaufelbagger und Radlager auf dem Wirtschaftsweg „Im Winkel“ bereit, um die restlichen Leitungen bis zum Anschluss an der Dorfstraße zu verlegen. Die erforderlichen Maschinen für die Erdarbeiten hatte Christian Burtet zur Verfügung gestellt.

8000 Euro soll der Unterstand ohne Toiletten kosten. Bislang hat Geschendorf das Geld für das Ständerwerk und das Dach zusammen. Das nötige Kleingeld für den Fußboden und die Außenwände fehlt allerdings noch. Ein Modell des neuen Unterstandes, das Harald Münch einst als Spardose konzipiert hat, wird also auch bei weiteren Veranstaltungen in der Gemeinde gut sichtbar aufgestellt. Seinen nächsten Einsatz wird das Spenden-Modell bei einer kleinen Einweihungsfeier haben, die noch vor dem Kindervogelschießen sein soll.

„Der Container kann eigentlich dort stehen bleiben.“
Michael Köpke über den WC-Container vor Ort

Petra Dreu

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