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Als Strukdorf noch einen Sportclub hatte

Strukdorf Als Strukdorf noch einen Sportclub hatte

Junge Strukdorfer können sich allenfalls noch an die „Eintagsfliegen“ erinnern, die 2010 aufgelöst wurden.

Strukdorf. Junge Strukdorfer können sich allenfalls noch an die „Eintagsfliegen“ erinnern, die 2010 aufgelöst wurden. Dass Strukdorf aber zweimal in jüngerer Geschichte einen Sportverein hatte, erfuhren die Mitglieder beim jüngsten Geschichtsabend in der 30. Saison des Arbeitskreises Dorfgeschichte.

Klaus Albert, Wilfried Henck und Dieter Upahl hatten den Abend mit Arbeitskreisleiter Hans Peter Sager vorbereitet. In der Nachkriegszeit war das Dorf auf 510 Einwohner angewachsen — mehr als das doppelt so viel wie heute. Wegen der Enge unternahm man mehr gemeinsam. So kam es 1948 zur Gründung des Sportclubs Strukdorf. Erster SC-Vorsitzender war der damalige Bürgermeister Wilhelm Reuter.

Das erste Spielfeld in der Bahnhofstraße stellte Landwirt Heinrich Koth, die Fußballtore wurden aus Holzbalken gezimmert, die Tornetze sparte man sich ganz. Zu Auswärtsspielen ging es mit dem Lastwagen von Viehhändler Schütt. Kurzzeitig gab es auch eine Boxsparte, die Manfred Strich (Geschendorf) im Haus von Maler Thieler unterrichtete. Als die Menschen sich in den 50ern eigene Existenzen suchten, sank die Einwohnerzahl und der SC wurde aufgelöst. Die Jugendlichen aber spielten unverdrossen weiter Fußball, so dass der SC Strukdorf 1958 neu gegründet wurde. Wilhelm Henck, als neuer Vorsitzender eine wahre Vaterfigur, machte seine Hauskoppel zur Spielfläche. Die Rot-Weißen spielten immer in der Spitzengruppe ihrer Staffel, so dass es Spieler aus Nachbardörfern nach Strukdorf zog, bis sogar eine zweite Mannschaft gegründet wurde. Der heutige Sportplatz in der Rosenstraße wurde 1960/1961 gebaut, Schulkinder sammelten Hänger voller Steine. Generationswechsel und zunehmende Freizeitangebote führten 1967/68 zur erneuten Vereinsauflösung. Zwischen 1973 und 2010 gab es in Strukdorf immerhin noch die Hobby-Fußballmannschaft „Eintagsfliegen“. Genutzt wird der mit Umkleidehaus und Flutlicht ausgerüstete Sportplatz bis heute — von den Fußballern des SV Schwarz-Weiß Westerrade, in den der SC Strukdorf 1968 aufgegangen war. ark

LN

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