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Segeberg Als wenn Rübezahl durch Bad Segebergs Süden gestapft ist
Lokales Segeberg Als wenn Rübezahl durch Bad Segebergs Süden gestapft ist
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20:58 12.09.2016
Die Wohngebiete Graf-Gerhard-Straße und Heinrich-der-Löwe-Ring sind schon fertig, hinten nimmt das Gewerbegebiet Formen an. Quelle: Wilkening

 Nur noch ein Grundstück im Gebiet Heinrich-der-Löwe-Ring wartet noch darauf, dass hier der erste Spatenstich getan wird. Im südlich gelegenen Gewerbegebiet Burgfelde sind die Bagger hingegen mächtig am Wühlen. Eine Kraterlandschaft tut sich auf.

Landschaft im Süden Bad Segebergs wird für das neue Gewerbegebiet völlig umgestaltet – Nelkenweg mit den Knicks bleibt als Fußweg erhalten – Bauarbeiten noch im Zeitplan.

„Die Tiefbaufirma ist im Zeitplan noch voll drin, Ende Mai 2017 soll der erste Bauabschnitt fertig sein.“Robin Arne Otten, Bauamt Bad Segeberg

Hier entstehen bis zum Jahr 2017 rund 13,5 Hektar neue Gewerbeflächen. Die Umrisse des ersten Bauabschnitts sind schon deutlich erkennbar. Tatsächlich wirken die charakteristischen Kuhlen in der aufgewühlten Landschaft wie „die Fußstapfen eines tumben Riesen“. So kam es dem Piloten Karsten Wilkening vor, als er das Gelände überflog. Doch weder Big Foot noch Rübezahl suchen die Segeberger heim. Es handelt sich um die Kuhlen für künstlich angelegte Teiche und Regenrückhaltebecken, die wie Fußabdrücke wirken. Die Teiche sind bei der Trockenheit längst nicht alle mit Wasser gefüllt. „Im Sommer sind sie leider total ausgetrocknet“, bedauert Robin Arne Otten vom Bad Segeberger Bauamt.

Vor allem der Baustoffhandel Hass+Hatje möchte bald mit dem Bau für sein geplantes Zentrum loslegen. „Die Tiefbaufirma ist in dem Zeitplan der Stadt noch voll drin.“ Vorgesehen sei, dass der erste Bauabschnitt Ende Mai 2017 fertiggestellt werde, berichtet Otten. Einen detaillierten Bauzeitenplan, auf dem jeder einzelne Schritt des Baufortschritt vorgeschrieben sei, werde die Stadt aber nicht vorgeben. Hier möchte man der Baufirma keine unnötigen Zügel anlegen.

Im Zentrum des noch sichtbaren Gewerbegebiets verläuft ein schmaler Weg, umsäumt von Knicks. Hier, im geschützten Redder, verläuft der Nelkenweg, der nur für Fußgänger und Radfahrer offen bleiben soll. Der Birkenring, dessen Umrisse schon gut erkennbar sind, ist gegraben. Hier wurde teilweise schon Schotter geschüttet. Ob nun bis zum Ende des Jahres oder erst im kommenden Frühjahr – spätestens im Mai muss hier die Asphaltdecke liegen, berichtet Otten. Da hänge die Tiefbaufirma im Zeitplan noch etwas hinterher.

Ganz oben am Bildrand des Luftbildes ist ein großes Regenrückhaltebecken zu sehen, in der Nähe sind schon Teiche für Frösche und Molche ausgehoben. Auch zu Beginn der Kaiser-Lothar-Allee, der Straße, die von links nach rechts im Bild als Haupttangente klar erkennbar ist, sind trockene Krater auszumachen Auch hier hat sich das Wasser verflüchtigt, wirken Mulden wie Fußabdrücke eines Riesen.

Was viele nicht wissen: Geplant ist auch noch ein Straßen-Verbindungsstück zwischen der Graf-Gerhard-Straße, dem Wohngebiet unten am Bildrand, bis zur Kaiser-Lothar-Allee. Noch ist es eine ruhige Sackgasse und vor allem nur über den Holunderweg erreichbar. Am Hof Meins vorbei soll die neue Straße dann in die Kaiser-Lothar-Allee direkt vor dem Grundstück von Hass+Hatje münden.

 Wolfgang Glombik

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