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Segeberg Am 31. Oktober: Das Lutherjahr beginnt mit einem Geschenk
Lokales Segeberg Am 31. Oktober: Das Lutherjahr beginnt mit einem Geschenk
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00:03 22.10.2016
Die Pastoren Ute Schöttler-Block und Martin Schulenburg freuen sich auf die neue Altarbibel. Quelle: Petra Dreu

Es war am 31. Oktober 1517, als der Theologe Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg schlug. Damit läutete er, gegen massiven Widerstand, den größten Reformationsprozess der Kirche ein, aus dem letztlich die Evangelische Kirche hervorgegangen ist. Diese 500 Jahre Reformation feiert der Kirchenkreis Plön-Segeberg ein ganzes Jahr lang mit 95 großen und noch mehr kleineren Veranstaltungen. Den Auftakt macht der Reformations-Gottesdienst am 31. Oktober in St. Marien. Ab 19 Uhr werden alle Pastoren der Kirchengemeinde die neue Altarbibel vorstellen und in Gebrauch nehmen. 1000 Stück hat die Nordkirche ihren Kirchengemeinden zwischen Sylt, Hamburg und Rügen spendiert.

„Fünf Jahre haben 70 Theologen an der neuen Bibelausgabe gearbeitet.“Ute Schöttler-Block, Pastorin

Vorgestellt wird die neue Bibel derzeit auf der Frankfurter Buchmesse. In den Buchhandlungen ist sie bereits zu haben, die Kirchgemeinden des Kirchenkreises Plön-Segeberg werden ihr Exemplar als größere Altarbibel am 30. Oktober während eines feierlichen Gottesdienstes in Preetz in Empfang nehmen. Einen Tag später wird die Bibel der Kirchengemeinde Bad Segeberg während des Reformations-Gottesdienstes ihrer Bestimmung übergeben. „Fünf Jahre lang haben 70 Theologen an der neuen Bibel gearbeitet und an mehreren Tausend Stellen Änderungen gegenüber der letzten Bibelausgabe aus dem Jahr 1984 vorgenommen“, erzählte Pastorin Ute Schöttler-Block. Unverständliche Ausdrucksweisen wurden zudem angepasst.

Der Gottesdienst in der Marienkirche ist zugleich der Auftakt zum Lutherjahr, in dem viele Veranstaltungen folgen werden. Unter anderem geht eine „Thesentür“ als Mitmachaktion zur Zukunft der Kirche auf Wanderschaft. Daneben gehen die Kirchengemeinden der Frage auf den Grund, welche Impulse heute noch von der Reformation ausgehen. Aber auch einen kritischen Blick wollen die Kirchengemeinden auf den großen Reformer werfen, der im hohen Alter das Judentum verunglimpfte.

Am 9. und 11. November von jeweils 8.30 bis 12.15 Uhr stellen die Viertklässler der Heinrich-Rantzau-Schule im Gemeindezentrum Glindenberg Szenen aus der Zeit Martin Luthers nach, der besonders den Ablasshandel und die Verwendung der lateinischen Sprache für Gottesdienste anprangerte, die das Volk nicht verstand.

 Petra Dreu

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