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Segeberg Am Ihlsee entsteht ein Block mit 22 neuen Wohnungen
Lokales Segeberg Am Ihlsee entsteht ein Block mit 22 neuen Wohnungen
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19:31 24.06.2017
Falko Mumme investiert bis zu fünf Millionen Euro in den Wohnblock, der bereits in knapp zwei Jahren an der Ecke Kühneweg/Habichtshorst anstelle des jetzigen Nahkauf-Marktes stehen soll. Geht es nach Mumme, hätte er gern eine größere Fläche bebaut. Quelle: Fotos: Kullack

 Eine Sanierung des 50 Jahre alten Gebäudes lohnt nach seiner Ansicht nicht – stattdessen will Mumme den Markt abreißen lassen und zwischen 4,5 und 5 Millionen Euro in die Wohnungen investieren.

Investor Falko Mumme lässt dafür noch im Sommer den Nahkauf-Markt abreißen.

Das heißt jedoch nicht, dass die Menschen am Ihlsee und in den Ringstraßen rund um „An der Trave“ künftig gar keinen Selbstbedienungsmarkt mehr hätten: Zwei Netto-Märkte liegen in der Nähe an der Ziegelstraße, und für die Bewohner des östlichen Teils ist auch der Famila-Markt an der Eutiner Straße nicht fern. Außerdem macht Sigurd Dietrichs, der Betreiber des Nahkauf-Marktes, weiter: „Wir ziehen noch im Sommer in die Ladenzeile am Glindenberg um“, sagte Dietrichs den LN.

Dort steht ein SB-Markt seit gut fünf Jahren leer – seit dort nämlich ein Plus-Laden geschlossen hat. In dieses Gebäude soll nun der Nahkauf ziehen: „Mit 700 Quadratmetern sind beide Märkte annähernd gleich groß“, vergleicht Dietrichs. Der Umzug soll Mitte August erfolgen, und zwar möglichst stufenlos: „Wenn alles so klappt, wie wir es uns vorstellen, dann ist an einem Sonnabend am Kühneweg letzter Tag und am Donnerstag darauf machen wir am Glindenberg wieder auf“, sagt Dietrichs. Bevor er 2009 das heutige Nahkauf-Geschäft in Ihlsee-Nähe übernahm, hatte er unter dem Firmenschild der Edeka gearbeitet, für die er davor einen SB-Markt in der Südstadt betrieben hatte.

Ist der Markt erst ausgeräumt, können noch im Sommer die Abrissbagger kommen. Falko Mumme schätzt, das der geplante zweieinhalbgeschossige Bau mit 2200 Quadratmetern Wohnfläche bis zum Frühjahr 2019 bezugsfertig sein könnte. Der Bedarf an neuem Wohnraum in einem Gebiet, das immer stärker überaltert erscheint, je näher man dem Ihlsee kommt, ist offenbar gegeben: „Bereits jetzt habe ich die ersten Bewerbungen um die Wohnungen“, sagt Mumme. Und das, obwohl Architekt Bernd Löhmann den endgültigen Entwurf noch gar nicht vorgestellt hat.

Gern hätte Mumme, dem in der Nähe noch eine etwa 5000 Quadratmeter große Grünfläche gehört, eine wesentlich größere Lösung verwirklicht: Zwischen Habichtshorst, Seekoppel und Hamdorfer Weg liegt eine eineinhalb Hektar große Brachfläche. Die gehört zum Teil der Stadt, zum Teil einer Erbengemeinschaft. Dass letztere sich nicht einig ist, was einen Verkauf an Mumme angeht, ist nicht das Haupthindernis für eine Bebauung: „Der Bürgermeister hat den Schützen leider zugesichert, dass um ihren Schießstand herum nicht gebaut wird“, bedauert Mumme. Ansonsten wäre hier Raum für Dutzende von Wohnungen.

 Lothar Hermann Kullack

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