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Segeberg Am Sonntag rockt wieder das Rentier
Lokales Segeberg Am Sonntag rockt wieder das Rentier
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20:18 16.12.2015
Wollen am 20. Dezember das Rentier rocken: Fridtjof Heins (v.l.), Marius Eversberg, Petra Schroder, Thomas Minnerop, Matthias Flucke, Christina Regner, Jan Simowitsch und Jana Oelschlägel. Quelle: Dreu

Bereits im vergangenen Jahr rockte in Bad Segeberg das Rentier die Bühne. Weil dieses außergewöhnliche Konzert ein riesiger Erfolg war, gibt es am Sonntag, 20. Dezember, eine Neuauflage. Auch wenn der Saal des Jugendzentrums „Mühle“ eher an eine leere Lagerhalle als an einen Konzertsaal erinnert, wollen 35 junge Leute aus drei Formationen genau dort abrocken und dem Saal zu neuem Glanz verhelfen.

Dass das rockende Rentier eigentlich ein Bär mit Hirschgeweih ist, dürfte relativ egal sein, denn auf die Musik kommt es an. Die kann sich sehen und hören lassen, auch wenn erst im Sommer zehn Jugendliche das Musikprojekt vom Glindenberg „Mountain Soul Unit“ verlassen haben. Neue sind nachgerückt und bereits so fit, dass sie den älteren Mitgliedern in nichts nachstehen. „Es wird jedoch kein reines Konzert für Jugendliche, sondern für alle sein. Vor allem ist es ein äußerst cooles und abgefahrenes Konzert“, verspricht Kirchenmusiker Jan Simowitsch.

Auch der Rock-Pop-Chor unter der Leitung von Miriam Schüler mit zehn jungen Mädchen zwischen 16 und 21 Jahren wird dabei sein und einen bunten Musikmix präsentieren. Erstmals wagt sich zudem der junge Asylbewerber Masoud auf die Bühne, um den Besuchern mit seiner Band einen Rap zur Musik seines Heimatlandes nahezubringen. Man darf also gespannt sein.

Das Konzert soll ein fröhliches werden, auch wenn es für zwei Initiatoren mit Wehmut verbunden sein wird. Denn Kirchenmusiker Jan Simowitsch verabschiedet sich beruflich aus Bad Segeberg, um die Popularmusik der Nordkirche voranzubringen. Auch Thomas Minnerop, Theaterpädagoge, Musiker und Leiter des Jugendzentrums „Mühle“, wird seinem bisherigen Arbeitsplatz „Ade“ sagen, um das dreijährige Projekt der jugendgerechten Kommune umzusetzen und mit Leben zu füllen.

Beteiligt an dem Konzert sind der Verein für Jugend- und Kulturarbeit, der „Musikberg“ der evangelischen Kirchengemeinde und der Lions Club Segeberg, der einen Teil der Technik sponsert. Dass der einstige Konzertsaal so rein gar nichts mehr von seinem alten Flair aufzuweisen hat, betrübt Lions-Präsident Matthias Flucke. „Das war früher mal ein richtig guter Saal“, so der Lions-Präsident, der sich mehr Unterstützung für die junge Generation wünscht und an seine eigene Jugendzeit denkt: „Rückblickend ist man in Bad Segeberg besser Fledermaus als Jugendlicher.“

Den Erlös des Konzertes soll der Verein „alleineinboot“ erhalten, der damit Projekte für Flüchtlinge finanzieren will. Zehn der 60 Mitglieder sind selbst Flüchtlinge und wissen aus eigener Erfahrung, was bei der Integration sinnvoll ist und hilft. Aktuell ist der Verein auf der Suche nach weiteren Mitgliedern, die Zeit haben, den Flüchtlingen die Integration in Bad Segeberg zu erleichtern.

Der Eintritt zu dem Konzert im Jugendzentrum Mühle, An der Trave 1, das am 20. Dezember um 19.30 Uhr beginnt, kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Zu haben sind die Eintrittskarten in der Buchhandlung Druckwerk, Restkarten gibt es an der Abendkasse. Einlass ist ab 19 Uhr.

HILFE IM ADVENT
Liebe Leserinnen und Leser,


mit der Aktion „Hilfe im Advent“ unterstützen die Lübecker Nachrichten und ihr Partner, die Sparkasse Südholstein, in diesem Jahr den Verein „alleineinboot“. Das Geld kommt verschiedenen Projekten zugute, die den Flüchtlingen in und um Bad Segeberg die Integration in ihrer neuen Heimat erleichtern sollen. Dazu gehören Ausflüge, die Schülerpaten mit Flüchtlingskindern unternehmen, interkulturelle Treffpunktarbeit zum Beispiel in der „Misch- Bar“ oder Sportangebote. Auch ehrenamtliche Sprachkurse organisiert „alleineinboot“. Bitte helfen Sie mit und spenden für „Hilfe im Advent“ auf folgendes Konto:


Verein alleineinboot e. V.

Spende Hilfe im Advent
IBAN DE47 2305 1030 0510 5204 30
Sparkasse Südholstein


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Petra Dreu

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