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Segeberg Angebliche Polizisten wollen dementen 88-Jährigen betrügen
Lokales Segeberg Angebliche Polizisten wollen dementen 88-Jährigen betrügen
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21:33 06.10.2017
Inzwischen haben sich nach Angaben der Polizei sechs weitere potenzielle Geschädigte gemeldet. Quelle: Symbolbild LN-Archiv
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Norderstedt

Die Kriminalpolizei hat den Betrüger bei einer erneuten Übergabe überführt. Mitte September gaben sich zunächst Unbekannte gegenüber dem an Demenz erkrankten Geschädigten als angebliche Polizeibeamte aus. Sie überzeugten ihn, sich Gold nach Hause liefern zu lassen. Dieses Gold holten die Täter am 22. September bei dem Opfer zu Hause ab.

Wie die Polizei mitteilt, versuchte es der Betrüger nach dem ersten Erfolg wenig später dann erneut. Was dieser jedoch nicht wusste: Inzwischen war die Kriminalpolizei Norderstedt eingeschaltet worden. Diese fingierte die für den 4. Oktober geplante Übergabe des Goldes. Das Mobile Einsatzkommando konnte daraufhin einen 36-jährigen Berliner festnehmen. Die Ermittler führten den Tatverdächtigen einem Haftrichter vor. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel befindet sich der Mann in Untersuchungshaft.

Es haben sich inzwischen sechs weitere potenzielle Geschädigte bei der Polizei gemeldet. Auch bei ihnen hatten Unbekannte Mitte September im Raum Norderstedt versucht, die Vermögensverhältnisse auszukundschaften, um an das Ersparte der Senioren zu gelangen. Laut Polizei ist ein Tatzusammenhang mit hoher Wahrscheinlichkeit gegeben. Die Ermittlungen dauern an.

Die Polizei bittet Betroffene in diesem Zusammenhang, eventuelle Anrufe von angeblichen Enkeln oder Polizeibeamten zu melden, in denen diese nach Geld fragen oder Notfälle vortäuschen. Nur wenn den Strafverfolgungsbehörden derartige Taten bekannt werden, können diese auch adäquat reagieren.

Weiterhin werden auch Familienangehörige gebeten, ältere Mitmenschen dahingehend weiter zu sensibilisieren. Zudem können sich besorgte Bürger bei bestehender Unsicherheit im Umgang mit derartigen Anrufen jederzeit an die Polizei wenden. Dort erhalten vermeintliche Opfer, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter örtlicher Geldinstitute entsprechende Hinweise.

Informationsbroschüren zu dem Thema sind ebenfalls bei jeder Polizeidienststelle oder im Internet unter www.polizei-beratung.de zu bekommen.

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