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Segeberg „Annabelle“ und „Laura“ brauchen trockenes Wetter
Lokales Segeberg „Annabelle“ und „Laura“ brauchen trockenes Wetter
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23:12 07.08.2017
Kartoffelfest in Todesfelde: Jan und Michael Mählmann haben Kartoffeln gerodet, die von Besuchern eingesammelt werden können. Quelle: Fotos: Domann
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Todesfelde
Kartoffelfest in Todesfelde: Besucher durften die Erdäpfel selbst einsammeln.

Die Treckerfreunde „Zur Schleppstange“ veranstalten zum dritten Mal das Kartoffelfest auf dem Kartoffelhof Mählmann in Todesfelde. Treckerfans fachsimpeln über Oldtimer oder lassen sich mit einer Kutsche ums Stoppelfeld fahren. Zur Stärkung gibt es leckere Gerichte mit Erdäpfeln. Ein besonderes Erlebnis ist der Ritt auf dem „Fliegenden Teppich“, einer hinter einem Trecker angehängte Matte, sowie die historische Kartoffelernte.

Die Landwirte Michael und Jan Mählmann bauen neben Kartoffeln diverse Gemüsesorten an. Unter anderem wachsen Spitzkohl, Rote Bete, Sellerie, Schmorgurken und Rosenkohl in Reihen, am Ende des Feldes sprießt Porree in die Höhe. Die Mählmanns verkaufen ihre Waren im eigenen Hofladen und auf Wochenmärkten in Hamburg-Eidelstedt sowie Pinneberg.

So sind auch einige Kunden da, die sehen wollen, wo das Gemüse herkommt. „Ich bin Stammkunde bei Herrn Mählmann. Es ist ein herrlicher Ausflug zum Kartoffelfest, und das Kartoffelnsammeln hat mir richtig Spaß gemacht“, sagt Ingeborg Drafts aus Hamburg. Sie hat bereits ihre Papiertüte voll gesammelt. Norbert Hurtienne und seine Enkelinnen Margaretha und Emilia sind noch dabei. Vier Tüten sollen gefüllt werden. Vor allem große Kartoffeln wandern in die Papiertaschen, daraus sollen Puffer und Suppe gemacht werden.

„Annabelle“ und „Laura“ heißen die Frühkartoffeln, die Mählmanns anbauen. Sie sind abgereift und haben ihre Größe erreicht. Doch die Ernte sei aufgrund der vielen Niederschläge „anstrengend“. Der Boden ist so schwer, dass Kartoffeln und Erde zusammenkleben und sich per Maschine kaum trennen lassen. „Außerdem kommt hinzu, dass bei zu viel Feuchtigkeit die Haltbarkeit der Kartoffeln leidet“, erklärt Mählmann senior. Und gegen die Krautfäule seien die Pflanzen dann auch anfälliger. Der Kreisbauernverband kann noch keine Prognose zur Kartoffelernte abgeben. Doch mindestens zwei Tage trockenes, warmes Wetter seien schon nötig, um die Kartoffeln problemlos zu ernten, sagt Mählmann. Und auf die hoffen er und die anderen Kartoffelbauern im Segebergischen nun.

 Silvie Domann

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