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Segeberg Anonyme Spurensicherung
Lokales Segeberg Anonyme Spurensicherung
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21:20 02.06.2016
Dr. Christian Rybakowski: „Ich rate den Betroffenen, das Angebot anzunehmen. Damit hält man sich alle Möglichkeiten offen.“ Quelle: hfr

Kinder, Jugendliche und Frauen, die Opfer von Vergewaltigung oder häuslicher Gewalt geworden sind, haben die Möglichkeit, sich vertraulich an die Ärzte des Allgemeinen Krankenhauses (AK) der Segeberger Kliniken zu wenden, um eine Spurensuche vornehmen zu lassen – ohne gleichzeitig eine Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten. „Wir wollen die Schwelle zur Untersuchung so gering wie möglich halten. Darum gehen wir sehr auf die betroffenen Frauen ein, kümmern uns um ihr Trauma und nehmen auch den Tathergang auf“, erläutert Dr. Christian Rybakowski, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Die vertrauliche, anonyme Spurensicherung geht auf eine Anordnung des Landtags Schleswig-Holstein zurück. Ziel ist es, Gewaltopfer in ihrem Selbstbestimmungsrecht zu stärken und auch ohne eine Strafanzeige gerichtsfeste Beweise zu sichern. Im Falle einer Vergewaltigung oder häuslicher Gewalt werden die Patientin untersucht, Verletzungen fotografiert, Kleidung und Abstriche asserviert. Blutuntersuchungen auf Hepatitis und Geschlechtskrankheiten werden ergänzend durchgeführt. „Ich rate den Betroffenen, das Angebot anzunehmen. Damit hält man sich alle Möglichkeit offen“, so Rybakowski. Das Projekt wird vom Institut für Rechtsmedizin des UKE betreut. Die Asservate werden zum Institut geschickt, dort interpretiert, ausgewertet und gelagert.

LN

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