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Anwohner im Nelkenweg über neues Baugebiet beunruhigt

Bad Segeberg Anwohner im Nelkenweg über neues Baugebiet beunruhigt

Anwohner im Nelkenweg sind alarmiert: Erst wurde eine 15 000 Quadratmeter große Freifläche in der Nähe ihrer Häuschen gefräst und von Bewuchs befreit, dann ein Knick radikal auf den Stock gesetzt. Rücken jetzt Bagger an? Die Stadt prüft, ob eine Flüchtlingsunterkunft gebaut werden darf.

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Im nördlichen Teil des Baugebiets finden sich in der Nachbarschaft vor allem Einfamilien- und Reihenhäuser. Der südliche Teil des 15 000 Quadratmeter-Areals wird nebenan durch mehrgeschossige Bauten geprägt.

Quelle: Glombik

Bad Segeberg.  Überall in Bad Segeberg wird gebaut, meist mehrgeschossig. „Wir befürchten, dass auch im nördlichen Teil des Geländes Gebäude mit einer Firsthöhe von weit mehr als zehn Metern erlaubt werden sollen“, erklärte Anwohner Karsten Wilkening gegenüber den LN. Unterschriften wurden in der Nachbarschaft gesammelt und Stadt und Kreis vergeblich befragt. Karsten Wilkening fordert: „Eine Bebauung hier darf nur in Abstimmung mit der Nachbarschaft erfolgen.“ Doch jetzt scheint es sogar Bestrebungen zu geben, im nördlichen Teil des Gebiets eine mehrstöckige Flüchtlingsunterkunft zu bauen. Die Stadt prüfe hierzu die rechtlichen Umstände, heißt es aus dem Rathaus.

„Eine Bebauung sollte hier wirklich nur in Abstimmung mit der Nachbarschaft erfolgen.“ Karsten Wilkening (Anwohner)

Das Ganze hat eine Vorgeschichte: Schon vor sechs Jahren sollte es dort einen Bebauungsplan geben. Ziel ist es damals gewesen, auf der Fläche Einfamilienhäuser zu bauen. Damals hatten sich Nachbarn mit den Stadtpolitikern im nördlichen Bereich des Geländes auf eine eingeschossige Bebauung und eine Firsthöhe von 9,5 Metern geeinigt. Jetzt scheint das alles nicht mehr zu gelten. Der damals angefangene Bebauungsplan wurde nie fertiggestellt, die Häuslebauer der Umgebung haben jetzt Angst, dass ihnen ein Klotz vor die Sonne gesetzt wird. „Ich habe das ungute Gefühl, dass die Verwaltung schon viel mehr weiß, aber damit nicht herausrückt“, sagt Wilkening.

Das Misstrauen verschärfte sich, als er im Bauausschuss kürzlich von Bauamtsleiterin Antje Langethal hörte, dass ein vor sechs Jahren angeschobenes Bauleitverfahren „im Sande verlaufen war“, weil die damaligen Eigentümer die für die Bauvorhaben nötigen Ausgleichsflächen nicht rechtssicher nachweisen konnten. Die damaligen Eigentümer schienen das Interesse an dem Projekt verloren zu haben, damit habe die Stadt auch keine Notwendigkeit gesehen, das Bauleitverfahren voranzutreiben, erklärte Langethal. Doch es gibt neue Eigentümer, im kommenden Monat sollen neue Pläne vorgestellt werden.

Kompliziert wird es im nördlichen Bereich. Dort plant der Eigentümer, angrenzend an die normale Bebauung, offenbar mehrstöckig zu bauen und dafür eine Gesetzesänderung für sich zu nutzen. Denn zum Zwecke der Flüchtlingsunterbringung sind frühere Regeln des Baugesetzbuches außer Kraft gesetzt. Wie hoch dürfen die Gebäude werden? Langethal will prüfen lassen, ob Ausnahmeregeln auch gelten, wenn nach den Flüchtlingen andere Bewohner dort einziehen. Für die 13 000 Quadratmeter im südlichen Bereich sei auf jeden Fall ein B-Plan notwendig.

Genau diese Fläche gehört der IMR Consulting Wohnungsbauverwaltung, erklärte Manfred Ranthum den LN auf Nachfrage. Viele kennen Ranthum als auffälligen „Player“ im Baugeschäft. Vor Jahren verlagerte er seine Aktivitäten nach Hamburg. Von sich reden machte er im Kreis zuletzt vor 16 Jahren, als er in Klein Rönnau beim Bau von Mehrfamilienhäusern mit der Gemeinde mächtig Ärger bekam. Zu Unrecht, sagt er heute rückblickend. Jetzt sei er nur noch Rentner und berate seine Familie in geschäftlichen Dingen. Die IMR Consulting würden seine erwachsenen Kinder managen. Ranthum stellte klar, dass seine Gebäude in der Höhe unter den dreigeschossigen Blöcken der Wankendorfer Baugenossenschaft liegen sollen. „So hoch wie die werden wir nicht bauen.“ Großes Ehrenwort des Ex-Baulöwen.

 Wolfgang Glombik

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