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Segeberg Arbeitseinsatz für den Feuerwehr-Anbau
Lokales Segeberg Arbeitseinsatz für den Feuerwehr-Anbau
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23:22 26.09.2013
120 Quadratmeter umfasst der Anbau des Feuerwehrgerätehauses, den die Feuerwehrleute mit Handwerkern aus den eigenen Reihen bauen. Am 4. Oktober wollen sie bereits Richtfest feiern. Quelle: Fotos: Petra Dreu

Spätestens zur 125-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr Klein Rönnau in elf Monaten soll alles fertig sein. Bis dahin packen nahezu alle Feuerwehrleute mit an, um den neuen Anbau an das Feuerwehrgerätehaus zum größten Teil in Eigenleistung fertigzustellen.

Im Klein Rönnauer Feuerwehrgerätehaus wurde es im Laufe der Jahre immer enger. „Die Fahrzeughalle war gleichzeitig auch die Umkleide. Das hat dazu geführt, dass die Sachen im Winter spakig wurden.

Außerdem unterstützen wir die Gemeinde in vielen Dingen, so dass auch dafür benötigte Dinge bei uns gelagert wurden. Wir hatten überhaupt keinen Platz mehr“, erzählt Wehrführer Volker Urbschat, der selbst mit Hand anlegt, wenn die Feuerwehr zum Arbeitseinsatz ruft. Am vergangenen Wochenende kamen die Handwerker unter den Feuerwehrleuten ein großes Stück weiter, selbst Außenstehende können jetzt erkennen, was dort gebaut wird.

Die Giebelwände für den Anbau wurden bereits aufgestellt, die Gerüste für die Innenwände ebenfalls, die beim Innenausbau nur noch mit Hartfaserplatten verkleidet werden. Mit vereinten Kräften hatten Zimmermann Thomas Frank, Tischler Uwe Albrecht, Maschinenbau-Ingenieur Volker Urbschat und Dieter Kasch, Fachmann für Innenausbauten, die schweren Holzstürze nach oben gehievt und dorthin platziert, wo sie hingehören. 160 000 Euro hatte die Gemeinde für den acht mal 15 Meter großen Anbau veranschlagt, wobei die Feuerwehr ein Drittel per Muskelkraft beisteuert. „Jeder fasst mit an.

Aber es sind immer nur so viele Feuerwehrleute dabei, wie gerade gebraucht werden. Wenn zu viele hier sind, ist es eher kontraproduktiv“, erklärt der Wehrführer, der mit Vertretern der Gemeinde und den beteiligten Handwerkern am 4. Oktober bereits Richtfest feiern will.

Bis der ganze Anbau fertig ist, wird allerdings noch viel Zeit vergehen, denn die meisten Feuerwehrleute können nur am Wochenende zum Arbeitsdienst erscheinen. Neben den Holzarbeiten werden die Mitglieder der Feuerwehr Klein Rönnau auch die Elektroleitungen in Eigenleistung verlegen. Bei den Sanitärarbeiten allerdings muss sie passen, alle möglichen Berufe sind in ihren Reihen vertreten, aber kein Heizungs- und Wasserinstallateur.

Auch das Fundament hat eine Fachfirma geschüttet. „Gott sei Dank, denn wie sich später herausstellte, ist genau dort eine Torfkuhle“, bemerkt Volker Urbschat. Er freut sich schon darauf, dass die Einsatzkleidung schon bald aus der Fahrzeughalle heraus kommt. Der alte Aufenthaltsraum wird zur neuen und beheizbaren Umkleide umfunktioniert. Der Vorderraum des Anbaus wird Schulungsraum. Auch die neuen Sanitäranlagen finden im Anbau ihren Platz, erstmals getrennt nach Männlein und Weiblein. Weil die Einsatzkleidung ihren eigenen Raum bekommt, wird Platz in der Fahrzeughalle frei. „Im hinteren Bereich können wir Regale anbringen für Geräte der Gemeinde“, so Urbschat Den Anbau und die Umbauarbeiten im alten Gerätehaus will die Feuerwehr bis zum Vogelschießen Ende August 2014 fertig haben will. „Am ersten Wochenende nach den Sommerferien wollen wir Einweihung feiern, passend zum Vogelschießen und zum 125-jährigen Bestehen der Feuerwehr“, sagt der Wehrführer.

Feuerwehr Klein Rönnau: Gründung vor 124 Jahren
Es war der 18. Mai 1889, als in der Gemeinde Klein Rönnau der Beschluss zur Gründung einer eigenen Dorfwehr gefasst wurde, die damals wie heute ein wichtiger Bestandteil des Dorflebens ist. Das Brandschutzgesetz hat den Feuerwehren viele Aufgaben übertragen, aber auch im dörflichen Gemeinschaftsleben spielt die Feuerwehr eine wichtige Rolle. Sie begleitet den Laternenumzug und organisiert Kinderfeste und Kartenspiele. pd

Petra Dreu

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