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Segeberg Arbeitsmarkt wartet auf Frühjahrsaufschwung
Lokales Segeberg Arbeitsmarkt wartet auf Frühjahrsaufschwung
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20:21 01.03.2016

Die Arbeitslosigkeit im Kreis Segeberg ist im Februar noch einmal leicht angestiegen. Im vergangenen Monat waren hier 7373 Menschen erwerbslos gemeldet, im Januar sind es 7314 gewesen. Die Quote stieg von 5,0 auf jetzt 5,1 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Quote bei 5,2 Prozent gelegen.

Die für den Kreis Segeberg zuständige Agentur für Arbeit in Elmshorn, die die Februar-Zahlen gestern veröffentlicht hat, zeigt sich dennoch zuversichtlich: „Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt wird nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. In den letzten Wochen ist die Nachfrage nach Personal seitens der Betriebe schon wieder deutlich gestiegen“, sagt Agentur-Leiter Thomas Kenntemich.

Immerhin hätten im vergangenen Monat mehr Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung beenden können. Freie Arbeitsstellen seien verstärkt für den kaufmännischen und den sozialen Bereich sowie für Produktionsbereiche aufgegeben worden.

Erste Personalanforderungen gebe es bereits wieder aus dem Baugewerbe und dem Garten- und Landschaftsbau, so Kenntemich. Arbeitgeber hätten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Kreis Segeberg insgesamt 749 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen neu zur Besetzung gemeldet. Das seien 50 mehr als im Januar. „Damit wurden in diesem Jahr bislang 1448 Stellen zur Besetzung aufgegeben. Dies sind 261 oder 22 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres“, resümiert der Agentur-Chef. Deutlich mehr Menschen hätten in diesem Monat ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung beenden können. Laut Statistik meldeten sich im Kreis Segeberg im Februar 580 Menschen (Januar: 418) aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung ab. Zudem hätten 416 Arbeitslose (Januar: 255) eine Ausbildung oder berufliche Qualifizierung begonnen.

Zu den 7373 arbeitslos gemeldeten Personen kamen im Februar allerdings 1613 weitere Menschen, die ohne Arbeit sind, weil sie beispielsweise eine Qualifizierungsmaßnahme absolvieren, einen Ein-Euro-Job haben oder länger krankgeschrieben sind. Insgesamt befanden sich somit im Kreis Segeberg 8986 Personen in Unterbeschäftigung. Die Unterbeschäftigung ist laut Agenturbericht in den vergangenen zwölf Monaten um 149 Personen oder 1,6 Prozent gesunken.

„Auf die Arbeitslosenzahl hat der Zustrom von Migranten bislang geringe Auswirkungen“, sagt Kenntemich. Viele Flüchtlinge seien derzeit noch nicht arbeitslos, da sie Sprach- oder Integrationskurse besuchten oder eine Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt aufgrund gesundheitlicher, sprachlicher oder anderer Gründe noch nicht ausüben könnten. Die Anzahl der Arbeitslosen mit ausländischer Staatsangehörigkeit sei innerhalb eines Jahres um 191 auf insgesamt 1070 Personen im Februar gestiegen. „Nach Deutschen und Türken stellen die Syrer die drittgrößte Nationalität unter den Kunden von Jobcenter und Arbeitsagentur“. heißt es im Agentur-Bericht. Die Zahl der Syrer habe sich innerhalb eines Jahres um 116 auf 156 erhöht, ihr Anteil an allen Arbeitslosen liege jetzt bei 2,1 Prozent.

LN

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