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ArtCamp: Behinderungen spielen keine Rolle

Bad Segeberg/Ascheberg ArtCamp: Behinderungen spielen keine Rolle

Seit drei Jahren veranstalten Freikirche und Lebenshilfe inklusive Jugendfreizeiten.

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60 Kinder, 40 Betreuer, mittendrin zehn mit Behinderung. Ganz normal beim ArtCamp im Schloss Ascheberg.

Bad Segeberg. Sven-Jacob ist gerade erst vom ArtCamp zurück. „Aber ich werde wöchentlich gefragt, wann er wieder hindarf“, sagt seine Mutter Brigitte Gärtner. Dass Freizeitcamps bei Kindern beliebt sind, ist mit Sicherheit keine Überraschung. Das Besondere am ArtCamp jedoch ist sein inklusiver Charakter. Sven-Jacob hat das Down Syndrom, was bei der Freizeit aber keine Rolle spielt. 60 Kinder waren in diesem Jahr mit auf Schloss Ascheberg im Kreis Plön, darunter zehn mit Behinderungen verschiedener Art. Damit sind die Kapazitäten erreicht. Das Camp 2015 ist schon jetzt in Arbeit.

Dabei sei das Camp bei der Erstauflage gar nicht ausdrücklich inklusiv angelegt worden, bemerkt Frank Bonkowski, Pastor der Freikirche in Bad Segeberg, einem der Organisatoren des Camps.

Parallel zu den Planungen damals, 2011, entstand aber das Netzwerk Inklusion des Kreises, in dem die Freikirche als Partner mit der Lebenshilfe Bad Segeberg und Umgebung zusammenarbeitete. Dadurch waren schon bei der Premiere des ArtCamps die ersten drei behinderten Kinder dabei. Inzwischen ist deren Teilnahme gewollt und selbstverständlich. Und egal, ob beim Tanz-, Koch-, Musik- und Zirkusworkshop — Jeder dürfe überall mitmachen, betont Bonkowski. Jedes Kind werde gleich behandelt; ob es behindert sei oder nicht, komme gar nicht zur Sprache. Oft sehe man auch gar nicht sofort, ob ein Kind behindert sei, sagt einer der vielen Betreuer, Marius Böhrens. Ihm ist der frühzeitige Umgang von Kindern mit Behinderten wichtig, zumeist lieben und fröhlichen Kindern. Und falls doch ein fieser Witz falle, würden sich die Kinder untereinander zurechtweisen. Das Projekt ist ein Erfolg, der nächste Termin steht auch schon: 28. bis 30. Januar 2015.

Voranmeldung zum ArtCamp 2015 beim Netzwerk Inklusion, Wolfgang Arnold, Tel. 045 51/895 05 10 (www.netzwerk-inklusion-segeberg.de) oder bei der Freikirche Gemeinde Gottes, www.gegose.de

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